Der 125. Baum für Essen

Im Juni 2014 fegte der Orkan Ela über Essen und verursachte schwere Schäden, auch zahlreiche Bäume auf Schulhöfen fielen dem Pfingststurm zum Opfer. Im Frühjahr 2017 stellte die Allianz Umweltstiftung der Stadt 125.000 Euro zur Pflanzung von 125 Großbäumen zur Verfügung. Nun wurde der letzte dieser Bäume gepflanzt – wie alle anderen auch auf einem Schulhof.

Berlin, 28. Juni 2018
Freuten sich über den 125. Baum für Essens Schulhöfe (v.l.n.r.): Essens OB Thomas Kufen, Karl Velten (Rektor der Adolf-Reichwein-Schule), Simone Raskop (Geschäftsbereichsvorstand Umwelt und Bauen) und Dr. Lutz Spandau (Vorstand der Allianz Umweltstiftung) bei der Pflanzung einer Blumenesche. (Foto: Stadt Essen, Elke Brochhagen)

Pfingststurm Ela

Pfingststurm Ela hatte im Juni 2014 große Schäden an Gebäuden und Infrastruktur der Ruhrmetropole Essen verursacht, auch das Stadtgrün war betroffen. Neben zahlreichen Straßenbäumen wurden viele große und schattenspendende Bäume an Schulen umgeknickt oder mussten anschließend aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Bei ihren Bemühungen um einen Ersatz dieser "Schulbäume" erhielt die Stadt im Jahr 2017 Unterstützung durch die Allianz Umweltstiftung. Anlässlich der Auszeichnung Essens als Grüne Hauptstadt Europas stellte die Stiftung der Stadt im Rahmen ihrer Stadtbaumkampagne 125 Bäume im Wert von insgesamt 125.000 Euro zur Verfügung.

Grüne Hauptstadt Europas 2017

Mit dem Titel "Grüne Hauptstadt Europas" zeichnet die EU-Kommission jährlich eine europäische Großstadt aus, der es in besonderer Weise gelungen ist, Umweltschutz und wirtschaftliches Wachstum zu einer hervorragenden Lebensqualität ihrer Einwohner zu verbinden. Die Auszeichnung soll Städte dazu anspornen, anderen europäischen Kommunen ein Beispiel zu setzen und bewährte Praktiken zu fördern. Die Stadt Essen erhielt die Auszeichnung 2017 unter anderem für ihre Vorbildfunktion in Sachen Strukturwandel und für ihre Rolle innerhalb der Metropole Ruhr.

Vom ersten …

Als erster von der Allianz Umweltstiftung finanzierter Baum wurde im März 2017 im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Kufen im Burggymnasium eine gelbblühende Kastanie gepflanzt. Danach waren im Herbst 2017 und Frühjahr 2018 Fachfirmen im Einsatz und pflanzten in 44 über das gesamte Stadtgebiet verteilte Schulen unterschiedlichste Baumarten. Gepflanzt wurden beispielsweise gelbblühende Kastanien, Traubenkirschen, Mammutbäume, Hopfenbuchen, Linden, Tulpenbäume, Ahorne, Korkbäume, Japanische Schnurrbäume, Eschen, Eichen, Zieräpfel oder Magnolien.

… zum 125. Baum

Am 25. Juni 2018 übergaben Oberbürgermeister Thomas Kufen und Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, den 125. Baum seiner Bestimmung - eine Blumenesche auf dem Schulhof der Adolf-Reichwein-Schule. Damit finden die Kinder der Reichweinschule im Sommer jetzt Schatten unter insgesamt sechs neuen Bäumen (Eschen und Vogelkirschen).

Dank an die Stiftung

OB Thomas Kufen dankte der Allianz Umweltstiftung für die Unterstützung: "Stadtbäume sind für uns von großer Bedeutung: Bäume kühlen die Umgebungsluft, filtern Staub aus der Luft und sorgen so für ein angenehmeres Stadtklima. Zudem bieten sie Tieren wertvollen Lebensraum, schaffen eine Verbindung zur Natur und erhöhen die Lebensqualität."

Stiftungsvorstand Dr. Lutz Spandau sagte: "Wir freuen uns, die vorbildlichen Aktivitäten der Ruhrmetropole Essen im Bereich der Grünentwicklung unterstützen zu können und hoffen, dass die 125 Bäume unserer Stadtbaumkampagne im Lauf der Jahre zu stadtprägenden Exemplaren heranwachsen, so zur Klimaverbesserung in der Stadt beitragen und den Schulkindern bei Hitzeperioden außerdem Schatten geben."

Stadtbaumkampagne der Allianz Umweltstiftung

Die Stadtbaumkampagne der Allianz Umweltstiftung und Zahl von 125 Bäumen haben einen besonderen Hintergrund: 2015 feierte die Allianz SE ihr 125-jähriges Firmenjubiläum und stellte der Allianz Umweltstiftung aus diesem Anlass zusätzliche Mittel für Umweltprojekte in Deutschland zur Verfügung. Ein Teil dieser Gelder wird für die Stadtbaumkampagne verwendet. Von 2015 bis 2019 sollen pro Jahr in zwei ausgewählten Städten jeweils 125 Großbäume im Wert von jeweils 1.000 Euro gepflanzt werden, insgesamt also 1.250 Bäume für 1,25 Millionen Euro.

2015: Start in München und Berlin

Die Stadtbaumkampagne startete 2015 in München und Berlin. In der bayerischen Landeshauptstadt kommen die Bäume dem Förderprojekt "Wiedervereinigung des Englischen Gartens" zugute. In Berlin unterstützte die Stadtbaumkampagne der Allianz Umweltstiftung die Aktion "Stadtbäume für Berlin".

2016: Düsseldorf und Karlsruhe

2016 folgte die Fortsetzung in Düsseldorf und Karlsruhe. In Düsseldorf unterstützte die Stiftung das Projekt "Neue Bäume für Düsseldorf", mit dem die durch den Pfingststurm Ela am 9. Juni 2014 entstandenen Schäden kompensiert werden sollen. Karlsruhe entwickelt mit Hilfe der Stadtbaumkampagne der Allianz Umweltstiftung die Grünspange Nord zwischen den Stadtteilen Neureut, Neureut-Heide sowie der Nord- und Nordweststadt.

2017: Essen und Leipzig

Neben Essen war Leipzig die zweite 2017-er Station der Stadtbaumkampagne. Hier liegt der Fokus auf der Erstbepflanzung bisher baumloser Straßen in besonders dicht bebauten Stadtteilen im Rahmen der seit fast 20 Jahren bestehenden Aktion "Baumstarke Stadt".

2018: Fortsetzung in Münster und Magdeburg

Münster ist die siebte Station der Stadtbaumkampagne der Allianz Umweltstiftung. Die 125 Bäume werden im Herbst an öffentlichen Spielplätzen gepflanzt.

In Magdeburg erfolgt die Pflanzung der 125 Bäume ebenfalls im Herbst 2018. Die Amber-, Tulpenbäume und Eichen werden am August-Bebel-Damm gesetzt, einem Bereich im nördlichen Stadtgebiet, dessen Baumbestand vom Auftreten des Asiatischen Laubholzbockkäfers stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.