Haus mit Brocken-Blick

Der Nationalpark Harz rund um den Brocken bietet zahlreiche große und kleine Naturwunder, die den Besuchern in mehreren Informationseinrichtungen nahe gebracht werden. Eine dieser Einrichtungen, das beliebte Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus mit direktem Blick auf den Brocken, wird demnächst mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung erweitert. 100.000 Euro stellt die Stiftung für das Projekt zur Verfügung, vorgestern wurde der Fördervertrag unterzeichnet.

Berlin, 30. August 2018
Gruppenbild vor dem Brocken (v.l.n.r.): Dr. Maret Heydenreich (stv. Leiterin Nationalpark-Besucherzentrum), Heike Albrecht-Fechtler (Leitein Nationalpark-Besucherzntrum), Dr. Lutz Spandau (Vorstand Allianz Umweltstiftung), Andreas Pusch (Leiter Nationalpark Harz) und Meike Hullen (Nationalpark Harz) freuen sich auf die Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. (Foto: Allianz Umweltstiftung/Peter Wilde)
Vier im Biosphärengebiet Schwäbische Alb (v.l.n.r.): Dr. Andre Baumann (Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft), Klaus Tappeser (Regierungspräsident Tübingen) und Dr. Lutz Spandau (Vorstand der Allianz Umweltstiftung) lauschen des Erläuterungen von Achim Nagel (Leiter der Geschäftsstelle des Biosphärengebietes Schwäbische Alb). (Foto: Biosphärengebietsverwaltung Schwäbische Alb/Roland Heidelberg)

Gäste aller Art

Mehr als 100.000 Gäste im Jahr – mit seinen Besucherzahlen nimmt das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus im Harz einen Spitzenplatz bei den niedersächsischen Infozentren ein. Unter den Gästen sind alle "Arten" Harzbesucher vertreten: Durchreisende, Motorrad- und E-Bikefahrer, Wanderer, Sportler, Naturfreunde, Nationalparkbegeisterte, Schulklassen und Fachgruppen. In einer abwechslungsreichen Ausstellung informiert das Zentrum über den Nationalpark Harz und weckt Interesse für dessen sagenumwobene Bergwildnis.

Erweiterung nötig

Aufgrund der räumlichen Enge im Gebäude sind Verweildauer und Aufenthaltsqualität eingeschränkt, und die vielfältigen Angebote und Inhalte der Einrichtung können nicht wirkungsvoll präsentiert werden. Deshalb soll das 2009 eröffnete TorfHaus vergrößert und die bestehende Ausstellung ergänzt und erneuert werden. Die Allianz Umweltstiftung unterstützt die Entwicklung und Errichtung der neuen Ausstellung mit einer Fördersumme von 100.000 Euro.

Beitrag zur Vermittlung von Naturschönheiten

"Das Projekt zur Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus inmitten des Nationalparks Harz passt gut zu unserer Stiftung, da wir sowohl Natur und Umwelt als auch den Menschen und seine Bedürfnisse im Blick haben," sagte Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, als er am 28. August den entsprechenden Fördervertrag unterschrieb. "Wir freuen uns, einen Beitrag zur Vermittlung der einzigartigen Naturschönheiten in Deutschlands wilder Mitte leisten zu können," so Spandau. Die Bedeutung des länderübergreifenden Nationalparks Harz könne so noch stärker im Bewusstsein von Einheimischen und Gästen verankert werden.

Von der Hütte zum Infozentrum

Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, umriss die interessante Vorgeschichte des Projektes: "Als der Nationalpark am 1. Januar 1994 eingerichtet wurde, war der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) noch am gleichen Tag mit einer Informationshütte präsent – unterstützt vom Nationalpark und seinem Förderverein. Etwa ein Jahr später kam der Umzug in die ehemalige Polizeistation, bevor 2008 der erste Spatenstich für das jetzige Zentrum stattfand, das dann ein Jahr später eröffnet wurde." Die Weiterentwicklung des erfolgreichen Zentrums werde seine Verwaltung nun eng begleiten, sagte Pusch weiter, man freue sich bereits jetzt auf die Eröffnung des erweiterten TorfHauses.

Heike Albrecht-Fechtler, Leiterin des vom BUND Landesverband Niedersachsen e. V. federführend betriebenen Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, freut sich bereits jetzt auf "ihre" Baustelle. "Mit der baulichen Erweiterung und der damit verbundenen Ergänzung, Optimierung und Neuausrichtung der Ausstellung können wir unsere vielen Gäste aus nah und fern noch besser für den Wandel der Wälder hin zu einer wiederentstehenden Wildnis begeistern und einen Beitrag leisten, die Einzigartigkeit des Harzes mit seiner besonderen Naturausstattung und Landschaftsgeschichte einer breiten Bevölkerungsschicht nahezubringen", sagte sie im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.

Planer am Zug

Bevor beim TorfHaus allerdings die Bagger anrollen, sind Architekten und Ausstellungsplaner gefragt. In enger Abstimmung mit dem Team von Heike Albrecht-Fechtler, der Nationalparkverwaltung und der Allianz Umweltstiftung werden die bauliche Erweiterung geplant und die genauen Ausstellungsinhalte und -elemente festgelegt. Der erste Spatenstich ist für das Frühjahr 2019, die Wiedereröffnung im Frühjahr 2020 vorgesehen.