Deutschlands nachhaltigste Städte gesucht

Der Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2020 ist gestartet. Gesucht werden Städte und Gemeinden, die eine umfassende, nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und bereits erfolgreiche Nachhaltigkeitsprojekte realisiert haben. Die Auszeichnungen werden ab September vor Ort in den Siegerkommunen vergeben, die erfolgreichste Groß-, Mittel- und Kleinstadt bzw. Gemeinde erhalten von der Allianz Umweltstiftung ein Preisgeld in Höhe von jeweils 30.000 Euro für die Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsprojekte.

Berlin, 9. März 2020

Nachhaltigkeit entscheidet sich in den Kommunen

Den Kommunen kommt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zu nachhaltigerem Leben und Wirtschaften zu. Sie sind die größten Arbeitgeber, Energieversorger, Grund- und Immobilienbesitzer, Bildungsträger sowie Gesundheitsversorger. Sie beschaffen Waren und Dienstleistungen in Milliardenhöhe. Sie prägen Klima für Wirtschaft und Forschung – und schaffen Lebensqualität für ihre Bürger. Dabei berücksichtigen sie Grundsätze nachhaltiger Entwicklung in sehr unterschiedlichem Maße.

Vor diesem Hintergrund sollen die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden durch den Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in ihrem nachhaltigem Handeln bestärkt und die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung in der öffentlichen Wahrnehmung besser verankert werden.

Nachfolger gesucht

Osnabrück, Aschaffenburg und Bad Berleburg waren die Sieger des Wettbewerbs um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2019 und durften sich über ein Preisgeld von der Allianz Umweltstiftung in Höhe von jeweils 30.000 Euro freuen. Nun werden Deutschlands nachhaltigste Groß-, Mittel- und Kleinstadt bzw. Gemeinde des Jahres 2020 gesucht.

Der Wettbewerb läuft vom 4. März bis zum 24. April und erhebt über einen Online-Fragebogen das Nachhaltigkeitsprofil aller Bewerber. Ein umfassendes Auswertungsverfahren ermittelt dann die Nominierten jeder Kategorie. Anschließend werden die ausgewählten Kandidaten vor Ort besucht und interviewt.

Kommunen entscheiden über die Zukunft

"Weltweit werden bis Mitte dieses Jahrhunderts drei Viertel der Menschen in Städten leben. Deswegen müssen vor allem dort die globalen Nachhaltigkeitsziele umgesetzt werden", sagt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Wettbewerbes und Vorsitzender der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. "Wir richten alle Wettbewerbe ab diesem Jahr noch stärker an den Zielen der Agenda 2030 und damit an den Feldern aus, in denen eine Transformation am wichtigsten ist: Klima- und Artenschutz, Ressourcenschonung und sozialgerechtes Miteinander im lokalen wie globalen Kontext."

Preisgeld von der Allianz Umweltstiftung

Eine Besonderheit der Auszeichnung sind die Preisverleihungen direkt in den Siegerstädten. Damit sollen alle Beteiligten und Interessierten vor Ort gewürdigt werden. Die erfolgreichste Groß-, Mittel- und Kleinstadt bzw. Gemeinde erhalten von der Allianz Umweltstiftung jeweils 30.000 Euro für Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Während des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 4. Dezember 2020 in Düsseldorf berichten die Sieger über ihr Nachhaltigkeitsengagement und die Verwendung des Preisgeldes.

Über die Finalisten und Sieger des Wettbewerbs entscheidet eine unabhängige Expertenjury. Das von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. berufene Gremium bringt Perspektiven aus Politik, Forschung und Zivilgesellschaft in den Entscheidungsprozess ein.

Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung und Mitglied der Expertenjury, zur neuen Wettbewerbsrunde: "Wir sind schon sehr gespannt, welche Städte sich in diesem Jahr um die Auszeichnungen bewerben, wer es in die Endrunde schafft und welche Kommunen schließlich die Auszeichnung erhalten. Und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Siegerstädten bei Auswahl und Umsetzung der mit dem Preisgeld finanzierten Nachhaltigkeitsprojekte."

Initiatoren und Partner

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für nachhaltige Entwicklung, der Allianz Umweltstiftung, kommunalen Spitzenverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen.