Vom Wert der Artenvielfalt

Am 18. Februar präsentierte die 16. Naturfilm-Bühne der Allianz Umweltstiftung vor etwa 400 Gästen die Filme "Der Wert der Artenvielfalt – Äthiopien (1) und Peru (2)". Sie zeigen, dass mit der Zerstörung von Lebensräumen nicht nur Arten verschwinden, sondern auch die Lebensgrundlage für uns Menschen. Im Anschluss fand ein Filmgespräch mit Filmemacher Axel Gomille und Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, statt. 

Berlin, 19. Februar 2020
Volles Haus im Allianz Forum am Pariser Platz: Etwa 400 Gäste verfolgten Film und Filmgespräch der 16. Naturfilm-Bühne der Allianz Umweltstiftung.
Volles Haus im Allianz Forum am Pariser Platz: Etwa 400 Gäste verfolgten Film und Filmgespräch der 16. Naturfilm-Bühne der Allianz Umweltstiftung.

Bedrohte Vielfalt

Ob Korallenriffe, Wälder, Meere oder Feuchtgebiete – überall hat der Mensch derart tief eingegriffen, dass sich funktionierende Lebensräume und die Vielfalt der Arten in einer bedenklichen Abwärtsspirale befinden. Doch wenn Lebensräume zerstört werden, verschwinden nicht nur Arten, sondern auch sauberes Wasser, fruchtbare Böden und frische Luft. All das, was wir Menschen zum Überleben brauchen.

Beispiele aus Äthiopien und Peru

Mit Beispielen aus Äthiopien und Peru dokumentiert der Filmautor Axel Geomille diese Problematik: Im Bale-Mountains-Nationalpark, einer spektakulären Gebirgslandschaft im Hochland Äthiopiens, leben der extrem seltene Äthiopische Wolf und viele andere bedrohte Arten. Gleichzeitig versorgt der Nationalpark viele Millionen Menschen im weiten Umkreis ganzjährig mit Wasser – aber nur, solange der letzte Wald nicht auch noch abgeholzt wird.

Der peruanische Manu-Nationalpark gilt weltweit als "der" Hotspot der Artenvielfalt. Nirgendwo wurden mehr wildlebende Tier- und Pflanzenarten dokumentiert, darunter farbenprächtige Papageien, schillernde Kolibris oder der Riesenotter. Doch Goldwäscher, illegale Coca-Plantagen, Abholzungen und Korruption in den Behörden bedrohen dieses Weltnaturerbe der Menschheit.

Lösungen gesucht

Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt e. V., und sein Team versuchen in beiden Nationalparken vor Ort, Lösungen für ein Miteinander von Mensch und Natur zu finden. Denn wenn es nicht gelingt, Ökosysteme mit Schlüsselfunktion zu erhalten, werden nicht nur Tier- und Pflanzenarten, sondern auch der Mensch darunter leiden.

Filmgespräch

Im Anschluss an die Filmpräsentation im Allianz Forum am Pariser Platz in Berlin Mitte fand ein Filmgespräch mit Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, und Axel Gomille, Filmautor ZDF, statt.

Diskutierten über den Wert der Artenvelfalt (v.l.n.r.): Filmemacher Axel Gomille, Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, und Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.
Diskutierten über den Wert der Artenvelfalt (v.l.n.r.): Filmemacher Axel Gomille, Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, und Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Naturfilm-Bühne

In der Veranstaltungsreihe Naturfilm-Bühne im Allianz Forum in Berlin zeigt die Allianz Umweltstiftung herausragende Naturfilme. Die Filme greifen brisante Umweltthemen auf, präsentieren bedrohte Landschaften oder Arten und zeigen Beispiele für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt. Damit soll ein Beitrag zur Sensibilisierung für den Umwelt- und Naturschutz geleistet werden.

Nach der Filmvorführung findet jeweils eine Diskussionsrunde mit Filmemachern, Regisseuren oder Personen, die mit dem gezeigten Film thematisch in enger Verbindung stehen, statt. Die Diskussion soll neue Perspektiven und Eindrücke eröffnen sowie Naturfilmer und Naturfilmbetrachter zusammenbringen.