Bahnbrechende Natur

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Der Berliner Natur-Park Schöneberger Südgelände ist eine beeindruckende Symbiose aus Naturidylle und nostalgischer Technik: Fast fünfzig Jahre lang war das ehemalige Bahngelände sich selbst überlassen, bevor es mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung als Park der besonderen Art entwickelt und im Jahr 2000 für Besucher geöffnet wurde. Seit dem 29. März ist dort die Outdoor-Ausstellung "Bahnbrechende Natur" zu sehen – mit vielen Infos zur Geschichte und zu den Naturschätzen des Natur-Parks. Auch die Errichtung der Ausstellung wurde von der Allianz Umweltstiftung gefördert.

Berlin, 7. April 2017

Information in der Natur über die Natur: Die Outdoor-Ausstellung „Bahnbrechende Natur“ (Foto: Holger Koppatsch)

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Einzigartige Stadtnatur

Die Verbindung von Natur, Bahnrelikten und Kunst macht den Berliner Natur-Park Schöneberger Südgelände einzigartig. Das Gelände des ehemaligen Berliner Rangierbahnhofs Tempelhof, das in den 1950er Jahren stillgelegt und danach nicht betreten wurde, konnte sich über Jahrzehnte ungestört zu einem zauberhaften Natur-Paradies entwickeln. Berliner Bürger setzten sich lange Zeit für den Erhalt der Grünfläche ein, die ökologisches Kleinod und Kulturdenkmal zugleich ist.

Mit Hilfe der Allianz Umweltstiftung wurde das 18 Hektar große Gelände von 1998 bis 2000 behutsam erschlossen und zu einem Natur-Park entwickelt. Dass der Natur-Park ein beliebter Ort ist, zeigen die Besucherzahlen: Seit seiner Eröffnung im Mai 2000 haben sie sich verdreifacht. 2016 wurden über 60.000 Besucher registriert.

Weil er mitten in der Stadt Natur und biologische Vielfalt erlebbar macht, hat sich der Natur-Park auch zu einem bedeutenden Ort der Umweltbildung entwickelt. Ob mit dem „Langen Tag der StadtNatur“, Führungen oder Veranstaltungen wie dem „Theater in der Natur“ - an kaum einem anderen Ort in Berlin gelingt es besser,  Kunst, Kultur und Naturschutz miteinander zu verbinden.

Outdoor-Ausstellung

Seit Ende März können sich Besucher mit Hilfe der Outdoor-Ausstellung „Bahnbrechende Natur“ im und über den Natur-Park informieren. Auf 30 Tafeln zeigt sie mit außergewöhnlichen und detailstarken Fotos, wie das Gelände nach Aufgabe der Nutzung durch die Bahn in Vergessenheit geriet und sich die Natur das Terrain zurück eroberte, wie das Gelände gesichert, unter Schutz gestellt und schließlich als Natur-Park entwickelt werden konnte.

Die Ausstellung beschreibt und erläutert die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, die im Laufe der Jahrzehnte auf dem Gelände ihren Lebensraum gefunden haben. Sie erklärt die biologische Vielfalt und veranschaulicht, dass hier nicht nur ein wertvoller Lebensraum entstanden und zu schützen ist, sondern auch ein besonderer Ort des Lernens und der Kultur.

Bahnbrechende Natur

In anschaulicher Weise durch kurze Texte, vor allem aber durch die ausdrucksstarken Fotos, lenkt „Bahnbrechende Natur“ den Blick auf die vielen, zum Teil unbemerkten Naturschönheiten im Natur-Park und lädt Jung wie Alt ein, die Stadtnatur zu entdecken. „Bahnbrechende Natur“ ist als Dauerausstellung unter freiem Himmel gestaltet und als Rundweg konzipiert. Jede Ausstellungstafel steht dabei für sich. Man muss weder die gesamte Ausstellung studieren, noch zwingend eine bestimmte Reihenfolge einhalten.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Grün Berlin GmbH und konnte dank der finanziellen und inhaltlichen Unterstützung der Allianz Umweltstiftung verwirklicht werden.

Detailliertere Informationen zur Outdoor-Ausstellung „Bahnbrechende Natur“ und alle Ausstellungstafeln finden Sie -> hier