Verlängerung für Lurchi

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Ein erfolgreiches Projekt geht in die Verlängerung: Seit 2011 wurden im Thüringer Wald zahlreiche Waldbäche und angrenzende Wälder zu idealen Feuersalamander-Lebensräumen entwickelt. Die Maßnahmen waren so erfolgreich, dass die Beteiligten das Projekt nun um zwei Jahre verlängern. Auch die Allianz Umweltstiftung ist wieder mit im Boot.

Berlin, 17. Oktober 2017

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Optimaler Salamander-Lebensraum: Laubwald mit fließend Wasser.

Lebensräume für den Feuersalamander

Möglichst naturnahe Laubwälder mit kleinen Bächen und vielen Versteckmöglichkeiten – das ist der ideale Lebensraum für den Feuersalamander. Als Larve lebt er in Stillwasserbereichen und ernährt sich von kleinen Wasserinsekten. Als ausgewachsenes Tier überdauert er den Tag unter Steinen, Holzhaufen oder anderen Verstecken und begibt sich in der Dämmerung auf Nahrungssuche.

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Jagdrevier der Feuersalamander-Larven.

Lebensräume in Gefahr

Diese optimalen Feuersalamander-Lebensräume sind in Deutschland selten geworden - auch im Thüringer Wald, wo viele Bachtäler bis zu den Ufern dicht an dicht mit Fichten bestanden sind. Das Problem: Die abfallenden Fichtennadeln dienen nur sehr wenigen Kleinlebewesen als Nahrung, die wiederum die Hauptnahrung der Salamander-Larven sind.

Zudem gibt es in den Bächen durch regelmäßiges "Aufräumen" kaum noch quer liegende Äste und Stämme und deshalb immer weniger Tief- und Stillwasserbereiche, in denen die Larven leben. Ein weiteres Problem sind die unter Forstwegen eingebauten Rohrdurchlässe, die für viele Kleinlebewesen der Fließgewässer unüberwindbare Hindernisse darstellen.

Feuersalamander-Projekt

Im Rahmen eines mehrjährigen Projektes wurden im Einzugsgebiet der Gera seit 2011 40 Bäche und angrenzende Waldstücke für den Feuersalamander renaturiert. Konzipiert und koordiniert wurde das Projekt von der Naturstiftung David aus Erfurt, finanziert durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt und die Allianz Umweltstiftung. ThüringenForst trug mit umfangreichen Maßnahmen zum Waldumbau zu dem Vorhaben bei.

Über 100 Rohrdurchlässe unter Forstwegen wurden inzwischen so umgestaltet, das sie für Kleinorganismen durchgängig sind, auf insgesamt 30 Kilometern Bachlauf brachte man Äste und Stämme ein um Stillwasserbereiche zu schaffen und an 40 Kilometern Gewässerufer konnten Fichten entnommen und Laubbäume gepflanzt werden.

Maßnahmen mit Wirkung

Die Maßnahmen zeigen Wirkung, wie Martin Schmidt, Projektleiter der Naturstiftung David berichtete: "Unsere begleitenden Untersuchungen zeigen, dass der Abwärtstrend bei den Feuersalamander-Larvenzahlen gestoppt werden und vermutlich sogar umgekehrt werden konnte. Wir hoffen die Feuersalamander-Population mit den Maßnahmen der Projektverlängerung weiter stabilisieren zu können."

Gesamtes Ökosystem im Blick

Peter Wilde, Projektmanager der Allianz Umweltstiftung, ergänzt: "Es geht in diesem Projekt aber nicht nur um den Feuersalamander. Wir betrachten das gesamte Ökosystem. Wenn es dem Feuersalamander gut geht, gilt das auch für viele andere Tiere und Pflanzen."

Gute Zusammenarbeit

Adrian Johst, Geschäftsführer der Naturstiftung David, hebt die sehr gute Zusammenarbeit mit ThüringenForst hervor: "Mit dem Projekt zeigen wir, dass Naturschutz und Forst an einem Strang ziehen können. Uns freut besonders, dass ThüringenForst signalisiert hat, die Inhalte des Projektes nach 2019 auch in anderen Forstrevieren umzusetzen."

Für das Bundesumweltministerium dankte die Abteilungsleiterin Naturschutz, Elsa Nickel, allen Beteiligten und Förderern. „Gutes Teamwork, gutes Management und gute Projektergebnisse – das waren die Faktoren, die uns ausnahmsweise zu einer Aufstockung der Fördermittel bewogen haben,“ so Nickel.

Insgesamt wird das Projekt im Zeitraum 2011 bis 2019 mit ca. 1.8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Die Allianz-Umweltstiftung unterstützt das Projekt mit 145.000 Euro und ThüringenForst bringt Eigenleistungen im Wert von 300.000 Euro in das Projekt ein.