Naturschutz-Profis am Start

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Wie werde ich Naturschutz-Profi? Diese Frage stellen sich viele junge Umweltengagierte, die den Naturschutz zum Beruf machen wollen. Eine Möglichkeit bietet das Naturschutz-Trainee-Programm der Allianz Umweltstiftung und des WWF Deutschland. Letzte Woche starteten die ersten fünf Trainees in Berlin ihre Ausbildung.

Berlin, 13. Oktober 2017

Angehende und aktive Naturschutz-Profis: Die fünf Teilnehmer des Naturschutz-Trainee-Programms mit Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz (4.v.l.), Prof. Dr. Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz Deutschland (2.v.r.) und Sabine Wittenbrink-Daut, Leiterin HR und Officemanagement des WWF Deutschland (r.). (Foto: Mandy Klötzer)

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Naturschutz-Profis gesucht

Angehende Naturschutz-Profis haben es nicht leicht. Entsprechende Stellen bei Naturschutzverbänden oder -organisationen sind selten und meist werden umfangreiche Vorerfahrungen erwartet, die über das in entsprechenden Studiengängen Erlernte hinausgehen. Konnten diese Zusatzqualifikationen früher unter anderem durch längere Praktika erworben werden, bieten die meisten Umweltverbände seit Einführung des Mindestlohns kaum noch entsprechende Praktikumsplätze an.

Naturschutz-Trainee-Programm

Vor diesem Hintergrund haben die Allianz Umweltstiftung und der WWF Deutschland ein bundesweit neues Naturschutz-Traineeprogramm gestartet, das die Teilnehmer an komplexe Koordinierungs- und Managementaufgaben in der professionellen Naturschutzarbeit heranführt.

"Unsere Trainees sollen durch das Programm befähigt werden, anspruchsvolle Fach- und Führungspositionen in deutschen und internationalen Naturschutz-Organisationen zu übernehmen", erläutert Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland die Ziele des Programms. "Und natürlich würden wir uns auch freuen, wenn der eine oder andere Trainee nach Abschluss des Programms das Team des WWF verstärkt."

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Einsatz im Schutzgebiet. Die Naturschutz-Trainees werden auch direkt in der Natur Erfahrungen sammeln können.

Naturschutz-Profis ausbilden

Im Rahmen des Programms lernen die Trainees die deutsche und internationale Naturschutzarbeit des WWF und der Allianz Umweltstiftung kennen. Neben der inhaltlich-fachlichen Arbeit an konkreten Praxisprojekten sollen sie Qualifikationen erwerben, die Absolventen der entsprechenden Studiengänge vielfach noch fehlen. Kenntnisse, die hier zusätzlich vermittelt werden, betreffen Projektplanung, Projektmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen- und Lobbyarbeit.

Das einjährige Traineeprogramm in einem der Fachbereiche des WWF-Deutschland oder bei einem Projektpartner von WWF oder Allianz Umweltstiftung ist in einer ersten Erprobungsphase auf fünf Personen begrenzt. Ein einmonatiger Aufenthalt „im Feld“ im In- oder Ausland ist ebenso Bestandteil der Ausbildung, wie vier  mehrtägige Workshops. Während des Programms erhalten die Trainees eine faire Vergütung.

Naturschutz-Profis auswählen

Über 350 Bewerbungen waren beim WWF für die fünf unterschiedlichen Einsatzorte eingegangen. Daraus wurden in einer Vorauswahl zwei geeignete Kandidaten für jeden Einsatzort ermittelt und zu einem erweiterten Bewerbungsgespräch vor dem Projektbeirat eingeladen - der dann die Qual der Wahl hatte.

"Angesichts der sehr qualifizierten Bewerber war es nicht leicht, sich für jeweils einen Trainee zu entscheiden," sagte Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung und Mitglied des Projektbeirates. "Aber wir sind sicher, die fünf Plätze mit den jeweils besten Bewerbern besetzt zu haben und wünschen den Trainees viel Freude und Erfolg bei ihrer Naturschutz-Ausbildung."

Naturschutz-Trainees im Einsatz

Ein Einsatzort der Trainees mit dem Themenschwerpunkt Wildnis und Wildtiere in Deutschland ist die WWF-Zentrale in Berlin. Die WWF-Projektbüros in Dessau und Weilheim mit dem Fokus Lebendige Elbe bzw. biologische Vielfalt in Bayern sind weitere Ausbildungsorte. Die Umweltbildung steht im Nationalpark-Zentrum Königstuhl auf Rügen im Mittelpunkt, bei dem der WWF einer der Mitbegründer und Gesellschafter ist. Beim WWF-Partner Stiftung Naturlandschaften Brandenburg bilden die Wildnisentwicklung in Brandenburg und das Projekt "Internationale Naturausstellung Lieberose" den Ausbildungsschwerpunkt.

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Von Profis lernen: Die Naturschutz-Trainees im Workshop.

Auftaktworkshop in Berlin

Mit einer Auftaktveranstaltung in der WWF-Zentrale in Berlin starteten die fünf Trainees in der ersten Oktoberwoche in ihr Ausbildungsjahr. Highlights der dreitägigen Veranstaltung waren ein Austauschtreffen mit Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland, der ihnen wertvolle Tipps für ihren persönlichen Werdegang mit an die Hand gab, sowie ein eintägiger praxisnaher Projektmanagementworkshop. Zudem erhielten die fünf Trainees Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche und das Zusammenspiel der Abteilungen beim WWF.

2018 folgen drei weitere mehrtägige Workshops zu den Themen Kampagnenentwicklung, Marketing und Fundraising sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das erste Traineeprogramm endet im September 2018 mit einer Abschlussveranstaltung, in der die angehenden Naturschutz-Profis die Ergebnisse ihrer einjährigen Projektarbeit vor Mitgliedern der Allianz Umweltstiftung, des WWF sowie dem Projektbeirat präsentieren werden.

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Startet motiviert in ihr Ausbildungsjahr: Trainee Kristina Gandl.

Motivierender Start

"Nach der Auftaktveranstaltung starte ich gespannt und vor allem mit einer großen Portion Motivation in das Traineejahr," so Kristina Gandl, Trainee in der WWF-Zentrale Berlin. "Sowohl der Austausch mit den anderen Trainees, als auch der Kontakt zu den Kollegen aus den anderen Abteilungen hier im WWF machen mich neugierig, auf das, was ich im Programm und durch die aktive Arbeit in meiner Einsatzstelle lernen werde."

Fotos Workshop: Mandy Klötzer