Der Weg ist das Ziel

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Wege können abwechslungsreich, beschwerlich oder endlos sein, sie führen aber meist zum Ziel. Im Fall des Biosphärengebietes Schwäbische Alb sind Wanderwege das Mittel, um Menschen aus sozialen Einrichtungen die Natur- und Kulturlandschaft Schwäbische Alb nahe zu bringen und ihnen eine sinnvolle Aufgabe zu geben. "Der Weg ist das Ziel" heißt deshalb das von der Allianz Umweltstiftung unterstützte Projekt, das letzte Woche der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Berlin, 29. Juni 2018

Vier im Biosphärengebiet Schwäbische Alb (v.l.n.r.): Dr. Andre Baumann (Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft), Klaus Tappeser (Regierungspräsident Tübingen) und Dr. Lutz Spandau (Vorstand der Allianz Umweltstiftung) lauschen des Erläuterungen von Achim Nagel (Leiter der Geschäftsstelle des Biosphärengebietes Schwäbische Alb). (Foto: Biosphärengebietsverwaltung Schwäbische Alb/Roland Heidelberg)

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Schwäbische Alb

"Die Schwäbische Alb zeigt dem Rest des Landes, wie es geht!" – mit diesen Worten lobte Dr. Andre Baumann, Staatssekretär für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, am 21. Juni die Aktivitäten des Biosphärengebietes Schwäbische Alb. Gemeinsam mit Klaus Tappeser, Regierungspräsident in Tübingen, und Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, hatte er bei einer Exkursion mehrere Projekte besichtigt, mit denen gezeigt wird, wie in einem Schutzgebiet nachhaltige Nutzung zum Wohle von Mensch und Natur realisiert werden kann.

An einem Wanderweg nahe Gomadingen ließen sie sich ein Projekt erläutern, das seit Kurzem im Rahmen der Patenschaft der Allianz Umweltstiftung für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb umgesetzt wird. Es legt den Fokus auf Menschen, die in sozialen Einrichtungen im Biosphärengebiet leben oder arbeiten.

Der Weg ist das Ziel

Im Rahmen des Projektes "Der Weg ist das Ziel" übernehmen Mitarbeiter und Klienten sozialer Einrichtungen Patenschaften für ausgewählte Wanderwege, die so genannten Prädikatswanderwege. Bei Exkursionen mit Mitarbeitern der Geschäftsstelle des Biosphärengebietes lernen sie zunächst die verschiedenen Naturlebensräume sowie die darin lebenden Pflanzen und Tiere kennen. Anschließend sollen gemeinsam Arbeitsmöglichkeiten entwickelt werden, bei denen die Klienten der sozialen Einrichtungen Naturschutz- oder Unterhaltungsmaßnahmen an den jeweiligen Wegen durchführen.

"Die Natur ist bei diesem Projekt das Hilfsmittel, um Menschen aus sozialen Einrichtungen eine sinnstiftende Beschäftigung zu geben. Der Naturraum wird bei unserem gemeinsamen Projekt zum Erfahrungs- und Therapieraum und zeigt, dass Inklusion integraler Bestandteil einer nachhaltigen Nutzung sein kann," sagte Dr. Lutz Spandau im Rahmen der Projektvorstellung und ergänzte: "Für diese etwas andere Art von Naturschutzprojekten ist die Allianz Umweltstiftung genau der richtige Partner."

Dankbare Gesichter

Johanna Kulessa, Koordinatorin des Projektes bei der Geschäftsstelle Biosphärengebiet, berichtete von den ersten Projektterminen, bei denen noch das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund stand. "Eine kurze Wanderung, ein genauer Blick auf einzelne Pflanzen oder das Lauschen und Bestimmen von Vogelstimmen und anschließend gemeinsam Grillen - viel mehr brauchte es fürs Erste nicht, um anschließend in begeisterte und dankbare Gesichter zu blicken," freut sie sich.

In einem nächsten Schritt sollen nun konkrete Arbeitsaufträge für die Projektteilnehmer entwickelt werden. Das Aufstellen von Bänken und Tischen ist dabei ebenso angedacht wie der Bau und die Anbringung von Nisthilfen und Fledermauskästen oder die Pflege von Hecken oder Obstbäumen. Auch die Kontrolle der Wege nach starken Regenfällen, die Betreuung der Nisthilfen und Fledermauskästen oder das Sauberhalten der Prädikatswanderwege könnten von den Projektteilnehmern durchgeführt werden.

Partner aus der Region

Als Projektpartner bringen das Samariterstift Grafeneck, die Bruderhausdiakonie Buttenhausen und die Grüngruppe der "Arbeit in Selbsthilfe" aus Mössingen ihr Fachwissen und ihre Arbeitskraft, vor allem aber ihr Engagement in das Projekt ein. "Wichtig ist, dass die Teilnehmer etwas anfassen, suchen, schmecken oder riechen können," sagte Markus Mörike, Leiter des Samariterstifts Grafeneck. "So können sie begeistert werden und nehmen von einer Aktion auch am meisten mit."

Einen kleinen Vorgeschmack auf die zukünftig anfallenden Arbeiten im Rahmen des Projektes „Der Weg ist das Ziel“ bekamen Staatssekretär, Regierungspräsident und Stiftungsvorstand übrigens zum Abschluss der Biosphärengebiets-Exkursion: Gemeinsam mit den Klienten des Samariterstiftes Grafeneck entfernten sie kleine Fichten und Kiefern auf einer Wacholderheidefläche. Dies ist notwendig, um das Zuwachsen dieser Flächen zu verhindern und damit die Artenvielfalt zu erhalten.

Patenschaft

Die Allianz Umweltstiftung hat 2010 eine Patenschaft für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb übernommen und wird über einen Zeitraum von zehn Jahren jeweils bis zu 100.000 Euro zu Verfügung stellen. Damit sollen Projekte gefördert werden, die zu Erhaltung, Pflege und Entwicklung des Gebietes beitragen. Vor allem sollen Angebote entwickelt werden, die für die Besucher sowie die Bevölkerung attraktiv sind, und die den Umwelt- und Naturschutz anschaulich und erlebbar machen.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Schwäbische Alb wurde 2008 als Biosphärengebiet ausgewiesen. Auf einer Fläche von 850 Quadratkilometern soll durch unterschiedlichste Projekte und Programme eine Modellregion entstehen, in der erfolgreicher Natur- und Umweltschutz mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der im Gebiet lebenden Menschen verknüpft wird – ein Beispielgebiet für nachhaltige Entwicklung.