Naturerlebnis in Bremen-Brokhuchting

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Die Bremer Senatorin für Bau und Umwelt weiht den Aussichtshügel im Naturschutzgebiet Brokhuchting ein - gefördert von der Allianz Umweltstiftung.

Bremen, 25. April 2003

Längst ist bewiesen, dass Erlebnisse in der freien Natur in besonderer Weise zum Wohlbefinden beitragen. Insbesondere die Begegnung mit wild lebenden Tieren und Pflanzen lassen für die Menschen die verschiedenen Jahreszeiten sichtbar werden und machen deutlich, dass die unterschiedlichen Lebensräume miteinander vernetzt sind.

Aktives Naturerleben könne somit als Schlüssel für zukünftiges Umwelthandeln gesehen werden, betonte die Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, anlässlich der Einweihung eines Aussichtshügels im Naturschutzgebiet "Ochtumniederung bei Brokhuchting" am heutigen Freitag. Die Bündelung von Ausgleichsmaßnahmen in diesem Gebiet und die Unterstützung von Seiten des Naturschutzes haben hier etwas ganz Besonderes entstehen lassen, freute sich die Senatorin.

Naturschutz und Naturerlebnis in Einklang bringen

Über Jahre hinweg haben hier das Land Bremen, die Allianz Umweltstiftung und die Naturschützer des BUND Bremen sowie der internationalen Umweltstiftung Euronatur zusammengearbeitet, um Naturschutz und Naturerlebnis miteinander in Einklang zu bringen.

"In einem Naturschutzgebiet, das wie in Brokhuchting so stadt- und siedlungsnah liegt, muss auch das berechtigte Erholungsbedürfnis der Menschen berücksichtigt werden", betonte Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung , die die Errichtung des Aussichtshügels zu großen Teilen finanzierte.

Erklärtes Ziel der Stiftung ist es deshalb, in diesen Gebieten mit besucherlenkenden Maßnahmen und entsprechenden Informationsangeboten Freude an der Natur zu vermitteln. Mit dem Aussichtshügel sei ein wichtiger Baustein zum Konzept des Naturerlebnisraums Brokhuchting fertig gestellt worden, so Spandau.

Ambitioniertes und wegweisendes Projekt

Dieses Konzept geht auf die Umweltstiftung Euronatur zurück, die sich als langjähriger Partner des BUND Bremen immer wieder dafür einsetzt, Naturschutz mit den Menschen und nicht gegen sie zu machen. Claus-Peter Hutter, Präsident von Euronatur, bezeichnete die einzelnen Bausteine des Naturerlebnisraums Brokhuchting als ambitioniertes und wegweisendes Projekt, das dem Naturschutz in Bremen alle Ehre macht.

Insbesondere der neue Aussichtshügel sei eine hervorragende Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Brokhuchtinger Naturschutzgebiets, da er die Bedürfnisse der Natur nach Ruhe und Unberührtheit einerseits mit denen der Menschen nach Naturerlebnis und Naherholung andererseits in optimaler Weise verbinde, so Hutter.

Beobachtung seltener Vogelarten ohne zu stören

"Der Hügel gibt den Blick frei auf vielfältige Auenbiotope und ermöglicht dem Naturfreund die Beobachtung seltener Vogelarten bei der Brut oder von Zugvögeln bei der Rast auf ihrer langen Reise aus Afrika nach Sibirien", erläutert Arno Schoppenhorst, Projektleiter für den BUND Bremen. Gut versteckt kann der Besucher vom Hügel beispielsweise Graureiher bei der Nahrungssuche, Haubentaucher und Reiherenten bei der Brut oder eines der letzten Bremer Storchenpaare bei der Fütterung ihrer Jungvögel beobachten.

Genauso wichtig ist das Brokhuchtinger Feuchtgebiet für durchziehende Arten wie Pfeifenten, Gänsesäger oder verschiedene Wattvögel. Die neu geschaffenen Gewässer im Warfelde, einer der jüngsten und noch nicht ganz abgeschlossenen Ausgleichsmaßnahmen im Naturschutzgebiet, dürften sich bereits im kommenden Winter in attraktive Vogelrastplätze verwandelt haben, so die Einschätzung des BUND. Um mit dem neuen Aussichtshügel haben die Bremer jetzt die Möglichkeit, die seltenen Gäste auf ihren Reisen zu beobachten, ohne sie zu stören.

Insgesamt ist der Aussichtshügel ein zukunftsweisendes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit im Naturschutz. Die öffentliche Hand, Naturschutzverbände und finanzstarke Stiftungen oder Unternehmen können gemeinsam Dinge bewegen, die einem alleine nicht möglich wären, betonte Frau Wischer zum Abschluss.

Quelle: AllianzGroup.com News