Grotte von Niki de Saint Phalle eröffnet

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Eines der größten Projekte der Allianz Umweltstiftung ist vollendet: Besucher können die von Niki de Saint Phalle gestaltete Grotte in den Herrenhäuser Garten von Hannover ab Samstag bewundern.

Hannover, 28. März 2003

Gartenkunst des 17. Jahrhunderts bereichert

Die eindrucksvolle künstlerische Ausgestaltung der drei Räume der 1676 gebauten Grotte mit Glasmosaiken, Steinen, Spiegeln und Figuren zu einem faszinierenden Sinneserlebnis im historischen Barockgarten hat die Landeshauptstadt Hannover in Zusammenarbeit mit der Allianz Umweltstiftung (München) und mit der Hilfe weiterer Förderer realisiert.

„Mit der Ausgestaltung der Grotte nach den Plänen von Niki de Saint Phalle wurde eindrucksvoll gezeigt, wie bildende Kunst der Gegenwart die Gartenkunst des 17. Jahrhunderts bereichern und damit lebendig halten kann", sagte Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung.

Oberbürgermeister Schmalstieg dankte der Allianz Umweltstiftung und den weiteren Förderern, ohne deren Unterstützung das Projekt nicht möglich gewesen wäre. „Durch ihre Hilfe haben wir ein glitzerndes und spiegelndes Juwel in Herrenhausen.“ Das Projekt hat rund 2,55 Millionen Euro gekostet.

Die Grotte im Detail

Die ursprüngliche Grotte aus dem Jahr 1676 war mit Muscheln, Kristallen, Glas und Mineralien geschmückt und diente als Ort der Verzauberung und als kühle Rückzugsmöglichkeit bei Hitze. Allerdings wurden die Ausschmückungen schon im 18. Jahrhundert entfernt und das Gebäude diente anschließend lange Zeit als Lagerraum.

Nach der Neugestaltung sind der achteckige Mittelraum und die beiden sich rechts und links anschließenden Räume der Grotte mit Mosaiken aus buntem Glas und Spiegeln, mit Kieseln und zahlreichen bemalten, plastischen Figuren zu dem Thema „Das Leben des Menschen" geschmückt.

Die sich um die Säule im Eingangsraum windende Spirale symbolisiert „Spiritualität“. Der Spiegelraum mit dem Thema „Tag und Leben“ zeigt in über 40 Relieffiguren Beispiele aus fast allen Schaffensperioden der Künstlerin. Der blaue Raum ist der „Nacht und dem Kosmos“ gewidmet. Bunte Frauenfiguren tanzen in den nachtblauen Himmel und greifen nach den Sternen.

Die Fenster und Türen der Grotte sind mit speziell von Niki de Saint Phalle entworfenen Gittern versehen, die ebenfalls mit Glas und Spiegeln beklebt wurden.

Aufwändige Realisierung

Die Arbeiten begannen 2001 mit der Trocknung der Räume mit einem speziellen Mikrowellenverfahren. Seit Ende 2000 setzte Niki de Saint Phalle ihre Zeichnungen und Skizzen um.

Zur dauerhaften Befestigung der Materialien wurden die Wände und Decken der Grotte mit Glasfasergewebe ausgespritzt. In handliche Stücke geschnitten und nach Frankreich transportiert, beklebten Assistenten der Künstlerin sie mosaikartig mit Spiegeln und Glas. Wieder zurück in Hannover befestigte das Team die fertigen Teile an den Wänden und Decken der Grotte und klebte abschließend die Polyesterfiguren darauf.

Nach dem Tod Niki de Saint Phalles im Mai 2002 vollendete ihr Mitarbeiter Pierre Marie Lejeune die Arbeiten nach den fertigen Plänen der Künstlerin.

Von der Fertigstellung des Blauen Raums (2001) und des Spiegelraums (2002) sah die Künstlerin zu Hause in San Diego noch Fotos. Aber erst im März 2003 wurde das Kunstwerk durch die Komplettierung des mittleren Raums und durch das Einsetzen der Fenster- und Türelemente vollendet.

Öffnungszeiten

Die Grotte ist während des Sommerhalbjahrs vom 29. März bis 5. Oktober täglich während der Gartenöffnungszeiten zu besichtigen. Der Eintritt in die Herrenhäuser Gärten mit der Grotte kostet vier Euro.

Die Grotte ist während des Sommerhalbjahrs vom 29. März bis 5. Oktober täglich während der Gartenöffnungszeiten zu besichtigen. Der Eintritt in die Herrenhäuser Gärten mit der Grotte kostet vier Euro.

Quelle: Allianz.com News