Quedlinburg: Baubeginn im Abteigarten

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Am gestrigen Mittwoch begannen in der Welterbestadt Quedlinburg mit der Enthüllung der Bautafel und einem ersten Baggerbiss die Arbeiten zur Wiederherstellung der historischen Achse im Abteigarten. Die Allianz Umweltstiftung unterstützt das Projekt.

Quedlinburg, 13. Oktober 2005

Bis ins 19. Jahrhundert verband eine zentrale Wegachse durch den Abteigarten Quedlinburgs historischen Schlossberg mit dem Brühlpark, der ältesten Parkanlage der sachsen-anhaltinischen Stadt. Dann wurde der Abteigarten verkauft und umgestaltet; die historische Achse ging verloren, der Brühlpark war nur noch auf Umwegen erreichbar.

Diese historische Achse wird jetzt wieder hergestellt und der Brühlpark besser an die viel besuchte historische Altstadt angebunden. Am gestrigen Mittwoch, den 12. Oktober 2005, haben die Teilnehmer und Förderer des Projekts die Bautafel, auf der die künftige Gestaltung des Abteigartens dargestellt ist, enthüllt und den ersten Baggerbiss durch Quedlinburgs Bürgermeister Eberhard Brecht beklatscht.

Park besser an Altstadt anbinden

Wie früher wird ein breiter Weg vom Fuß des Schlossbergs direkt in die Mittelachse des Brühlparks führen. Rechts und links des Weges sollen bunte Blumenbeete auf die jüngere Vergangenheit des Abteigartens Bezug nehmen. An die Zeit des Barock erinnert das zentrale Wasserbecken: Es entspricht in Größe, Form und Lage genau seinem historischen Vorgänger, dessen Fundamente bereits freigelegt wurden.

Die Bau- und Begrünungsarbeiten sollen bis August 2006 abgeschlossen werden. Der Abteigarten wird den Bürgern und Besuchern der Stadt dann als attraktive Grünfläche und Verbindungsachse zum Brühlpark zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten des Projektes betragen etwa 575.000 Euro.

Quedlinburg: Fachwerk aus sechs Jahrhunderten

Quedlinburg am nördlichen Harzrand gehört zu den wichtigsten historischen Städten Mitteleuropas. Mehr als 1200 Fachwerkbauten aus sechs Jahrhunderten, romanische Baudenkmäler und herausragende Bauten aus der Gründerzeit ergänzen sich zu einem einmaligen Ensemble mitteleuropäischer Baukunst. Als Deutschlands flächengrößtes Fachwerk-Baudenkmal zählt Quedlinburg deshalb zum UNESCO Welterbe der Menschheit.

In der Stiftskirche und den benachbarten Burggebäuden auf dem Schlossberg entwickelte sich ab dem 10. Jahrhundert eines der berühmtesten Damenstifte Deutschlands. Nach dem 30jährigen Krieg entstanden am Fuße des heute weltbekannten Schlossbergs mehrere barocke Gartenanlagen, von denen der Abteigarten der größte war.

Im 19. Jahrhundert wurde der Abteigarten an den ehemaligen Abteigärtner verkauft und seitdem zur Saatzucht, Züchtungsforschung und durch Gartenbaubetriebe genutzt. Und diese Gartenbautradition soll bei der Neugestaltung durch unterschiedlich farbige Blumenbeete fortgesetzt werden.

Zweites Stiftungsprojekt im Nordharz

Als einen wichtigen Beitrag zur touristischen Entwicklung der Region bezeichnete Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, das Projekt und freute sich, dass die Stiftung bereits zum zweiten mal in dieser Region tätig sein könne. In den Jahren 2002 und 2003 hatte die Stiftung die Neugestaltung des Fasanengartens in den barocken Schlossgärten im nur wenige Kilometer entfernten Blankenburg unterstützt.

Quelle: Allianz.com News