Eistobel wird zum "Naturerlebnis" - Zuschüsse von Staat und Umweltstiftung

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Allianz - Eistobel1

Strahlende Gesichter gab es am vergangenen Freitag reichlich. Denn das Naturschutzgebiet Eistobel an der Oberen Argen wurde von der Allianz Umweltstiftung als förderwürdig anerkannt. Die Vertragsunterzeichnung mit der Stiftung fand in einem Zelt am Einstieg zum Eistobel statt. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Alphornbläsern aus Grünenbach und Maierhöfen.

Grünenbach/Maierhöfen/München, 14. Januar 2005

Bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Eistobel von der Ortsgruppe Isny des Deutschen Alpenvereins touristisch erschlossen. Inzwischen besuchen jährlich bis zu 70.000 Besucher die für ihre Stromschnellen, Wasserfälle und Felsabstürze bekannte Schlucht. Neben seltenen Tier- und Pflanzenarten, darunter der Eisvogel, bietet der Tobel auch Einblick in die geologische Vergangenheit des Allgäus.

Wasser Wege Westallgäu

Der Eistobel ist eine der Attraktionen des Projekts "Wasser Wege Westallgäu". Ministerialrat Friedrich Mayer, der den verhinderten Landwirtschaftsminister Miller vertrat, lobte das Projekt: "Es ist gut, dass Sie das Wasser wieder in die Erlebniswelt der Menschen zurückbringen."

Im Gepäck hatte er die Zusage für einen Zuschuss von 88.000 Euro aus Leader Plus-Mitteln der EU für die rund 218.000 Euro Gesamtkosten des Projekts "Naturerlebnis Eistobel". 50.000 Euro schießt die Allianz Umweltstiftung zu, die von Landschaftsarchitekt Erhard Bolender, Isny, ins Boot geholt worden ist. Bolender hat den von der Stiftung geförderten Naturerlebnisweg in Isny konzipiert und betreut auch "Wasser Wege Westallgäu".

Pavillon, Aussichtssteg und Broschüren.

"Wir wollen den Eistobel aufwerten und keinen Abenteuerspielplatz anlegen", versprach Olaf Hoffmann, Vorsitzender der Fördergemeinschaft Eistobel e.V. und Bürgermeister Grünenbachs. Dies ist ein Konzept, das genau ins Programm der Allianz Umweltstiftung passt. Wie Projektmanager Peter Wilde erläuterte, sei es ein leichtes gewesen, das Kuratorium von dieser "Perle" zu überzeugen. Die Trasse des Wanderwegs soll nicht verändert werden, lediglich am so genannten "Zwinger", einer besonders markanten Felsformation, wird an historischer Stelle wieder ein Aussichtssteg angebracht.

Ein Informationssystem aus Infotafeln in einem Pavillon am Hauptzugang sowie einer Begleitbroschüre soll bei den Besuchern die Begeisterung für Umwelt- und Naturschutz wecken. "Wir gehen da hin, wo die Menschen sind", nannte Wilde einen Grund, warum sich die Stiftung, die das Projekt auch inhaltlich begleitet, für den gut besuchten Tobel entschieden hat. Ein weiterer Grund sei der große Konsens, der hier herrsche. Drei Kommunen mit ihren Bürgermeistern stehen hinter dem Projekt. Das sind neben Grünenbach die Stadt Isny und die Gemeinde Maierhöfen. Die restlichen 80.000 Euro der Projektkosten wird die Fördergemeinschaft übrigens selber tragen. Wie gewohnt aus Eintrittsgeldern, denn bislang hat der Verein nie öffentliche Mittel erhalten.

Quelle: Der Westallgäuer, rau