Neue Ufer für Fischotter

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Allianz - fischotter

Der Fischotter ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Ein Projekt der Allianz Umweltstiftung in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sorgt dafür, dass sich die überlebenden Tiere nach Westen ausbreiten können. Am Donnerstag ist offizieller Projektstart.


München / Görnitz, 16. März 2005

Noch vor hundert Jahren war er in nahezu allen Gewässern in Europa zu finden. Heute ist der Fischotter in unseren Breiten sehr selten geworden.

Bis nach Sibirien war der bis zu 1,40 Meter große und bis zu 14 Kilogramm schwere Fischotter verbreitet. Nicht nur die Jagd auf das pelzige Tier, sondern vor allem zerstörte Lebensräume, entwässerte Feuchtgebiete, begradigte Flüsse und betonierte Ufer brachten den verspielten Wassermarder auf die Rote Liste der gefährdeten Tierarten.

In seinen Lebensräumen braucht der Otter abwechslungsreiche Gewässer- und Uferstrukturen, ein reiches Nahrungsangebot, sauberes Wasser und miteinander verbundene Flusssysteme, an denen er entlang wandern kann, ohne von Autos überfahren zu werden.  

Verwaiste Territorien wieder zugänglich machen

Die Allianz Umweltstiftung unterstützt das Projekt "Lebendiges Gewässer 'Alte Elde' – Ein Lebensraum wird wiedergewonnen", das die Lebensräume des Otters in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit denen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein vernetzt. So sollen dem nachtaktiven Jäger verwaiste Lebensräume wieder zugänglich gemacht werden.

Am 17. März startet das Projekt in Anwesenheit des mecklenburg-vorpommerischen Umweltministers Wolfgang Methling mit einem symbolischen Baggerbiss: Bis nächstes Frühjahr wird die "Alte Elde" bei Ludwigslust – etwa auf halber Strecke zwischen Hamburg und Berlin - naturnah ausgebaut. Die Allianz Umweltstiftung leistet einen bedeutenden Beitrag zu den Projektkosten von etwa 1,9 Millionen Euro. 

Otter wieder in Niedersachsen

Auf dem 20 Kilometer langen Flussabschnitt zwischen Müritz-Elde-Wasserstraße und Löcknitz werden die Otter die Wehre in Zukunft auf Fischtreppen umgehen können. Altarme und Stillgewässer werden neuen Lebensraum bieten. Zudem werden die Ufer teilweise renaturiert und neu bepflanzt. Ein Forschungsprojekt wird die Maßnahmen begleiten und kontrollieren.

"Wir hoffen, dass die Otter sich durch das neu geschaffene Angebot wohl fühlen, vermehren und sich dann auch westwärts ausbreiten", erläutert der Vorstand der Allianz Umweltstiftung Lutz Spandau. "In fünf bis zehn Jahren könnte es dadurch auch an der Elbe und in Niedersachsen wieder nennenswerte Fischotter-Bestände geben."

Julia Franke, allianz.com News