Umweltstiftung: Weg frei für die Rhön-Forelle

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Allianz - rhoenforelle1

Im Biosphärenreservat Rhön wird ein altes Wiesenwehr in die Luft gesprengt. "Neue Wege für die Rhön-Forelle" will erreichen, dass Fische die Brend wieder frei durchwandern können. Die Allianz Umweltstiftung fördert das Projekt.

München, 23. September 2005

Die Brend entspringt in der Hochrhön an der bayerisch-hessischen Grenze und mündet nach 30 Kilometern in Bad Neustadt in die Fränkische Saale. Als naturnaher Mittelgebirgsbach mit sauerstoffreichem Wasser und Kiesbänken bietet sie Bachforellen und Äschen einen idealen Lebensraum.

Doch das Bild vom idyllischen Wildbach trügt: Wehre und andere Querbauwerke versperren den Fischen den Weg. Dadurch sind sie von ihren Laichplätzen im Oberlauf der Brend abgeschnitten und sterben dort aus - die Natur wird ärmer.

Maßnahmen an insgesamt fünf Wehren

Die spektakuläre Sprengung eines nicht mehr genutzten Wehrs bei Burgwallbach oberhalb von Bad Neustadt bildet den Startschuss für das gemeinsame Projekt "Neue Wege für die Rhön-Forelle" der Allianz Umweltstiftung, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Ziel der Maßnahmen an insgesamt fünf Querbauwerken ist, die Brend als typischen Rhöner Mittelgebirgsbach für Fische wieder durchwanderbar zu gestalten. Dazu werden an vorhandenen Wehren Fischtreppen und Umgehungs-Gerinne gebaut oder dort, wo möglich, die Querbauwerke ganz entfernt.

90.000 Euro von der Allianz Umweltstiftung

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt bemüht sich mit dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt "Rhön im Fluss" um eine Revitalisierung der Rhöner Fließgewässer.

An der Brend arbeitet sie nun eng mit der Allianz Umweltstiftung zusammen, die sich mit 90.000 Euro an dem insgesamt 165.000 Euro umfassenden Vorhaben beteiligt. Die Planung der verschiedenen Maßnahmen hat das Wasserwirtschaftsamt Schweinfurt übernommen.

Modellhafte Gewässerentwicklung

"Durch die verschiedenen Maßnahmen erhalten Fischarten wie Bachforelle und Äsche wieder die Möglichkeit, ihre Laichplätze in der Brend aufzusuchen", erläuterte Peter Wilde, Projektmanager der Allianz Umweltstiftung.

Die Brend ist nicht nur für Fische ein idealer Lebensraum: Auch der Eisvogel und andere seltene Arten wie die Alpenspitzmaus seien im Brendtal heimisch, so Wilde. "Mit der Wiederherstellung der Längsdurchlässigkeit wird die Brend modellhaft zu einem naturnahen Gewässer entwickelt, wie es die Europäische Wasserrahmen-Richtlinie mit einem 'guten ökologischen Zustand' bis 2015 fordert."

Die Baumaßnahmen an den Wehren sind ein erstes Ergebnis des im Sommer fertig gestellten Gewässer-Entwicklungsplans für die Brend, der eine Vielzahl von Maßnahmen zur naturnahen Umgestaltung der Brend umfasst.

Quelle: Allianz.com News