Hochwasserausstellung eröffnet

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Seit 16. Oktober 2006 ist die Wanderausstellung "Naturereignis Hochwasser" im Umweltbundesamt in Dessau zu sehen. 28 Tafeln und vier Aktionsmodelle informieren rund um das Thema Hochwasser und gehen anschließend auf die Reise.

Dessau, 23. Oktober 2006

1997 an der Oder, 2002 an der Elbe, 2005 im Alpenvorland - immer wieder verursachen Hochwasser große Schäden. Und meist diskutieren Politiker, Wissenschaftler und Betroffene anschließend aufgeregt über die Ursachen und besseren Schutz vor Hochwasser. Dabei vermischen sich wissenschaftliche Erkenntnisse und Biertisch-Wissen oft zu scheinbar fundiertem Halbwissen.

Als Beitrag zur Versachlichung dieser oft emotional geführten Diskussionen haben die Allianz Umweltstiftung und die Verwaltung des UNESCO-Biosphären-Reservates Mittelelbe aus Sachsen-Anhalt die Wanderausstellung "Naturereignis Hochwasser" erstellt. Zur Finanzierung hat die Stiftung "Allianz Direct Help" wesentlich beigetragen.

Die Wanderausstellung

Nach Themenbereichen gegliedert, informieren 28 Tafeln fachlich fundiert und wertfrei über die verschiedenen Aspekte von Hochwasser - seine Entstehung, die Folgen für Mensch und Natur sowie die Möglichkeiten, seine Schäden zu vermindern. Die Ausstellung zeigt auch, wie sich die Natur erfolgreich an Überschwemmungen anpasst und veranschaulicht anhand von Aktionsmodellen, wie Hochwasser entsteht und wie Wasser zurückgehalten werden kann.

Um möglichst viele Menschen über das Thema "Hochwasser" zu informieren, ist die Ausstellung mobil konzipiert. Nach dem Motto "Dort hingehen, wo die Menschen sind" soll sie in Einkaufszentren, Verwaltungen oder anderen öffentlichen Orten zu sehen sein.

Bis Ende des Jahres wird die Ausstellung im Umweltbundesamt zu sehen sein - nächste Station ist voraussichtlich der Landtag Sachsen-Anhalts in Magdeburg.

Klimawandel: Mehr Hochwasser

"Mit dieser Wanderausstellung möchten wir das Thema Hochwasser direkt zu den Menschen bringen", sagt der Vorstand der Allianz Umweltstiftung, Lutz Spandau, zur Eröffnung in Dessau.

Er fügt hinzu: "Durch den Klimawandel wird es in Zukunft wahrscheinlich noch häufigere und heftigere Hochwasser geben. Deshalb darf das Thema nicht in Vergessenheit geraten. Auch in Zukunft gilt: Das nächste Hochwasser kommt bestimmt."

"Sie leisten einen wichtigen Beitrag, das Leitbild eines vorbeugenden Hochwasserschutzes zu vermitteln", sagte Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, bei seiner Begrüßung.

Natur besser angepasst als Mensch

Der Ausstellungsbereich "Hochwasser und Natur" zeigt, wie gut sich die Natur auf Hochwasser eingestellt hat und dass die regelmäßig überschwemmten Auen zu den wertvollsten Naturräumen gehören - mit zahlreichen interessanten Tier- und Pflanzenarten.

Die Tafeln "Hochwasser-Entstehung" informieren über die entscheidenden Ursachen für Entstehung und Ausmaß von Hochwasser: Niederschläge, Bodenbeschaffenheit, Vegetation und der Ausbau von Bächen und Flüssen sowie die Besiedelung der Talräume.

Der Schwerpunkt "Hochwasser und Mensch" zeigt die enge Verbindung von Mensch und Fluss sowie die Entstehung, den Verlauf und die Schäden der letzten großen Hochwasser in Deutschland: 1997 an der Oder, 1999 an der Donau, 2002 an der Elbe und 2005 im Voralpenland.

Aktiv werden

Mit welchen Maßnahmen sich der Mensch besser vor Hochwasser schützen kann, wird auf den Infotafeln des Themenbereichs "Hochwasserschutz" erläutert - und auch, dass es keinen 100-prozentigen Schutz vor Hochwasser gibt.

An vier Mitmachstationen können große und kleine Besucher der Ausstellung selbst aktiv werden. In Art eines Glücksrades veranschaulicht der "Zufallsgenerator Hochwasserentstehung", wie sich die unterschiedliche Kombination natürlicher Faktoren auf die Hochwassergefahr auswirkt. Die übrigen Stationen zeigen, wie Bewuchs, Bodenrauhigkeit und Flusslänge den Abfluss von Regenwasser verzögern.

Quelle: allianz.com, Julia Franke