Unterirdischer Zoo eröffnet

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Der Boden lebt! Das können die Besucher des Unterirdischen Zoos im Zoo Osnabrück ab heute mit eigenen Augen erleben. In dem 500 Quadratmeter großen unterirdische Stollenlabyrinth, lassen sich Feldhamster, Präriehunde, Feldmäuse oder Nackt- und Graumulle in ihren Gängen, Nestern und Höhlen beobachten. Die Allianz Umweltstiftung hat die Errichtung dieser einmaligen Erlebniswelt unterstützt.

München/Osnabrück, 25. März 2009

Einmaliges Leuchtturmprojekt

"Mit dem Unterirdischen Zoo erhält die Stadt Osnabrück ein einmaliges Leuchtturmprojekt, welches auf die Region strahlt," so Boris Pistorius, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück. "Es ist nicht nur ein besonders spannendes Freizeitangebot, sondern es stärkt auch die Bodenkompetenz des Standortes Osnabrück", so Pistorius weiter. Ergänzend zur Ausstellung Unterwelten und dem Erlebnispark Boden liefere der Unterirdische Zoo nun die Komponente "Leben im Erdreich".

Computerstationen, ein Drei-Seiten-Kino oder eine Holografie vermitteln Wissen zum Leben in Boden. Wer noch mehr über die heimischen Böden wissen will, kann über eine unterirdische Brücke direkt in die Ausstellung Unterwelten des Museums am Schölerberg spazieren.

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Unterirdischen Zoos: der Feldhamster.

In dem täuschend echt gestalteten Stollenlabyrinth sind über zehn Tierarten zu sehen, die teilweise oder auch vollständig im Boden leben. Insgesamt circa 70 Tiere, darunter Präriehunde, Ratten, Riesengraumulle, Trugratten, Nacktmulle und Feldhamster, tummeln sich in den unterirdischen Nestern, Gängen- und Höhlensystemen. Erdhummeln und Maulwurfsgrillen werden eingesetzt, sobald es draußen wärmer wird.

Mit vereinten Kräften

Das oft abstrakte und unpopuläre Thema Bodenschutz mit Tieren zum Leben zu erwecken und zusätzlich als erster Zoo in Deutschland eine Verbindung zu einem Naturkundemuseum zu schaffen, hat auch drei Stiftungen überzeugt, das insgesamt 1,2 Millionen Euro teure Projekt zu unterstützen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt steuerte 542.000 Euro dazu, die Allianz Umweltstiftung 200.000 Euro und die Niedersächsische Lottostiftung half mit 100.000 Euro.

Für Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, spielt das Thema Bodenschutz bei diesem Projekt eine besondere Rolle: "Mit dem Unterirdischen Zoo konnte eine Erlebnisausstellung zum Thema Boden, Bodentiere und Bodenschutz realisiert werden, die deutschlandweit einmalig ist.

"Für die Allianz Umweltstiftung ist der Erlebnischarakter des Unterirdischen Zoos und die Einbettung in eine Freizeiteinrichtung von besonderer Bedeutung: "Das Projekt folgt genau unserer Zielrichtung ‚Mit Umweltinformation dort hingehen, wo die Menschen sind‘. Die Faszination lebendiger Tiere nutzen, um Menschen für die Natur und ihren Schutz zu begeistern, Umweltwissen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vermitteln, sondern Menschen emotional ansprechen. Diese Zielrichtung wird im Unterirdischen Zoo beispielhaft umgesetzt," so Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung.

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Täuschend echt: Grubenlampen beleuchten das unterirdische Labyrinth und in den Höhlengängen an den Wänden lassen sich die Tiere hautnah beobachten

Im Stollenlabyrinth unterwegs

Der Unterirdische Zoo empfängt seine Besucher als täuschend echt gestaltetes Stollenlabyrinth. Erde bedeckt Wände und Decke, Baumwurzeln streifen den Besucher und marode wirkende Stützbalken "sichern" den Stollen. Und entlang der Stollengänge lassen sich die verschiedenen Tiere in naturidentisch gestalteten Höhlensystemen beobachten. Ob sie Futter holen, Jungtiere aufziehen oder kleine Machtkämpfe austragen: Der Besucher ist hautnah dabei! Den Weg durch die insgesamt 120 Meter langen Gänge müssen sich die Besucher übrigens selber suchen - wie in einem echten Labyrinth.

Auch Ratten sind in dem unteririschen Labyrinth zu besichtigen: Sie hausen in einem mittelalterlichen Abwasserkanal und einer historischen Kellerruine. Hier sind starke Nerven gefragt, denn die Tiere huschen auch mal über oder unter den Besuchern hinweg - allerdings getrennt durch eine Glasscheibe.

Besonders Wissenshungrige können an Computerterminals, Hörstationen oder Info-Säulen viel Interessantes über die verschiedenen Tiere und ihre unterirdische Lebensweise erfahren. Ein Drei-Seiten-Kino mit kurzen Tierfilmen und ein Maulwurfsfilm, den man durch eine Armrudermaschine selbst zum laufen bringen muss, runden das Informationsangebot des unteririschen Zoos ab.