Sanierung der Wasserkaskade im Lennépark gestartet.

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Allianz - lennepark1

An der großen Wasserkaskade, einer der Hauptattraktionen des Lennéparks in Frankfurt (Oder), nagte der Zahn der Zeit. Eine Sanierung war längst überfällig. Nachdem in den vergangenen Monaten der umgebende Hangbereich saniert wurde, ist nun die Kaskade selbst an der Reihe. Dank finanzieller Unterstützung der Allianz Umweltstiftung konnte gestern mit den Arbeiten begonnen werden.

München, 29. Juli 2009

Was lange wärt …

Manchmal braucht es einen langen Atem. Bereits 1998 hatte sich die Stadt Frankfurt (Oder) mit der Bitte um Unterstützung an die Allianz Umweltstiftung in München gewandt: Der Lennépark sollte denkmalgerecht rekonstruiert werden. Wegen der damals ungewissen Gesamtfinanzierung und der relativ hohen Bausummen winkte die Stiftung allerdings ab und die Stadt begann, den Park Stück für Stück mit Mitteln aus verschiedenen Förderprogrammen zu sanieren.

Als man sich im vergangenen Jahr nochmals an die Stiftung wandte, war diese vom Ergebnis der bisherigen Arbeiten und vor allem von der umfangreichen Einbeziehung der Bevölkerung so angetan, dass sie 75.000 Euro für die Sanierung der großen Wasserkaskade zur Verfügung stellte. Diesen Betrag kann die Stadt nun als kommunalen Anteil im Rahmen der Bund-Land-Städtebauförderung einsetzen. Denn weil die Sanierung der Hangwege im südlichen Teil des Lennéparks, die teilweise bereits eine Unfallgefahr darstellten (und im Nordteil immer noch darstellen), Vorrang hatte, mussten die Arbeiten an der Kaskade zunächst zurückgestellt werden.

Lückenschluss

Um so mehr freute sich der Beigeordnete für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Bauen und Umweltschutz, Peter Edelmann, beim ersten Spatenstich, dass mit Hilfe der Allianz Umweltstiftung nun mit der Wasserkaskade "das letzte Kleinod des Parks" wiederhergestellt würde. Und Stiftungsvorstand Dr. Lutz Spandau sagte zum Engagement der Stiftung: "Die hohe Qualität der bisherigen Sanierungsarbeiten hat uns die Entscheidung zu einer Förderung leicht gemacht. Wir freuen uns, mit der Sanierung der Wasserkaskade einen Beitrag zur Wiederherstellung des Lennéparks leisten zu können."

Schmuckstück des Lennéparks

Die Wasserkaskade ist eines der wichtigsten Schmuckelemente des Lennéparks und wurde in der Zeit zwischen 1869 und 1890 nachträglich in den Park eingefügt – allerdings an einer Stelle, an der der Schöpfer des Parks, Peter Joseph Lenné, sie bereits mit eingeplant hatte. Die Kunstfertigkeit mit der unter anderem die Steinsetzung hergestellt wurden, machen die Kaskade besonders wertvoll. Genau betrachtet ist sie Kaskade und Grotte zugleich, denn sie gibt sich selbst ein Dach und rahmt sich seitlich. Dadurch wird auch das Geräusch des fallenden Wassers verstärkt und die Illusion einer Schlucht erzeugt. Die Steinsetzung und das Material suggerieren dabei die schroffe Welt der Hochalpen. Mit nur geringen Rücksprüngen entsteht ein fast senkrechter Wasserfall, der sich an seinem unteren Ende weit in den Hang hinein schiebt.

Momentan erfüllt die Kaskade zwar noch ihre Hauptaufgaben (wichtigster Zufluss für das Lennéfließ und "AHA-Erlebnis" durch die Geräuschkulisse), durch natürlichen Verfall und unsachgemäße Ausbesserungsarbeiten hat sie aber deutlich in ihrer gestalterischen Qualität verloren.

Aufwändige Sanierung

Deshalb müssen zunächst der Kernbau und die Flügelmauern statisch überprüft, die Mauerwerke saniert und Kaskaden- sowie Mauerkronen der Flügelmauern neu aufgebaut werden. Anschließend sollen die seitlichen Stützwände, das Wasserbecken unterhalb der Kaskade und die Ableitung in das Fließ wiederhergestellt werden. Zur Hangsicherung, aber auch um die Erlebbarkeit der Kaskade zu erhöhen, werden zusätzlich die angrenzenden und der gegenüberliegende Hangbereich ausgelichtet.

Als Bauzeit sind etwa drei Monaten vorgesehen, die Arbeiten werden von zwei Baufirmen aus Frankfurt (Oder) bzw. Lebus durchgeführt.