Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung verliehen

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Über 100 Schulen aus ganz Deutschland hatten sich um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung beworben. Gestern Abend wurden die Preise im Allianz Stiftungsforum am Pariser Platz in Berlin verliehen: Schulen aus Berlin, Bonn, Erlangen, Marburg und Neutraubling freuten sich über jeweils 10.000 Euro Preisgeld. Am Nachmittag waren die Schüler bereits vom Bundespräsidenten empfangen worden.

Berlin/München, 5. März 2009

So sehen Sieger aus: Schüler und Lehrer der Siegerschulen beim Gruppenbild am Ende der Preisverleihung.

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Kurzfilm über die Preisverleihung

Video (33,8 MB)

Festveranstaltung im Allianz Stiftungsforum

Klimaschutz fängt zu Hause an. Das wissen die jungen Gewinner des Deutschen Klimapreises der Allianz Umweltstiftung am besten. Denn wer sich für die Umwelt engagiert, geht natürlich mit gutem Beispiel voran.

Im Rahmen einer großen Festveranstaltung im Allianz Stiftungsforum am Pariser Platz in Berlin nahmen die Preisträger ihre Urkunden, Trophäen und Schecks entgegen. Zuvor waren die Gewinner-Teams zu Gast beim Bundespräsidenten in Schloss Bellevue.

Die Schüler der Klasse 9a der Werner-von-Siemens-Realschule Erlangen verzichten zum Beispiel im Namen des Klimaschutzes auf ausgedehntes Warmduschen, auf Fernreisen mit der Familie, auf die Chauffeur-Dienste der Eltern und auf unnötig lange Telefonate, um ihren eigenen CO2-Verbrauch zu reduzieren. Dabei entwickeln sie missionarischen und sportlichen Ehrgeiz.

Geld für ein massenhaftes Sparprogramm

Die Erlanger Schüler rufen im Internet publikums- und massenwirksam zum CO2-Sparen auf. Die jungen Klimaschützer haben ein Konzept für eine Homepage entwickelt, auf der einzelne Schüler, aber auch Schulklassen und ganze Schulen in einem fairen Wettstreit ihren CO2-Verbrauch vergleichen können und erfolgreiche Einsparbemühungen berechnet werden.

Kaum war die Seite namens www.co2maus.de programmiert, hatten sich schon die ersten Klimaschützer angemeldet. Aber der CO2-Maus-Server sollte richtig zu tun bekommen. Deshalb starteten die Schüler eine Plakataktion in allen Schulen Bayerns. Schon wenige Tage danach meldeten sich die Nachwuchsklimaschützer zu Hunderten bei der CO2-Maus an.

CO2-Maus für ganz Deutschland

Innerhalb weniger Monate wurden mit Hilfe der Homepage mehr als 16.000 Tonnen CO2 eingespart. Für diesen Erfolg erhielt die Klasse aus den Händen von Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wollen die Schüler in die weitere Verbreitung ihrer Idee investieren. Geplant ist, die CO2-Maus an allen Schulen in ganz Deutschland bekannt zu machen.

Der Deutsche Klimapreis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und wurde anteilig und gleichwertig an fünf verschiedene Schulprojekte vergeben, deren Vertreter den Preis im Allianz Stiftungsforum aus den Händen der parlamentarischen Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, Astrid Klug, entgegennahmen.

Solarboote, Energie-Manager, Lehrpfade und Entwicklungshilfe

Die AG Solar/Solartec der Max-Beckmann-Oberschule Berlin erhielt den Preis für ihre selbstentwickelten, klimafreundlichen Solar-Boote.

Die Umwelt-AG 50/50 der Emilie-Heyermann-Realschule Bonn bekam den Deutschen Klimapreis für die Senkung des Energieverbrauchs in der eigenen Schule und für ihre lokale und internationale Beratertätigkeit an anderen Schulen zum Beispiel in Ungarn und Usbekistan.

Die Schüler der Umwelt-AG der Carl-Strehle-Schule für Blinde und Behinderte in Marburg werden mit ihren 10.000 Euro Preisgeld ihren öffentlich zugänglichen Energielehrpfad über das schuleigene Blockheizkraftwerk und die Fotovoltaikanlage weiterentwickeln und mit Informationstafeln in normaler und in Blindenschrift ausstatten.

Die Energiemanager des Gymnasiums Neutraublings werden ihr Preisgeld benutzen um mit Hilfe ihrer selbstfinanzierten schuleigenen Solaranlage weitere Entwicklungshilfeprojekte zum Klimaschutz in Tansania voranzutreiben.

Die hochkarätig besetzte Jury hatte im Vorfeld der Preisverleihung die Qual der Wahl. Entscheidend für die Auswahl der Siegerprojekte war laut Stiftungsvorstand Lutz Spandau, dass die eingereichten Ideen Synergien durch kulturelle, soziale oder internationale Komponenten möglich machten, "um möglichst viele für das Thema zu sensibilisieren".

Spandau lobte das Engagement der Schulen in höchsten Tönen: "Alles was von Politik und Wirtschaft erwartet wird, wird in den Schulen längst praktiziert."

Text: Henning Troschel, allianz.com