Naturschutz als Kulturaufgabe

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Der Frankfurter Zoo geht bei der Vermittlung von Naturschutz-Wissen neue Wege: Zukünftig werden Freiwillige mit multikulturellen Wurzeln als Natur&Kultur-Botschafter über Natur sowie Kultur ihrer Länder berichten und so einen anderen Zugang zu Naturschutz-Themen schaffen. Gestern wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Frankfurt/München 24. Juni 2010

Gruppenbild mit Nashorn (v.l.n.r): Gerhard Kittscher (Präsident der Zoolo- gischen Gesellschaft Frankfurt/ZGF), Daphne Lipp (Stiftung Poly- technische Gesellschaft Frankfurt), Dr. Christof Schenck (Geschäftsführer der ZGF), Prof. Manfred Niekisch (Zoodirektor) und Dr. Lutz Spandau (Vorstand der Allianz Umweltstiftung) präsentierten das Projekt Natu&Kultur-Botschafter. Im Hintergrund: Tsororo (weibliches Spitzmaul- Nashorn).

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Sanfter Koloss mit Appetit auf Möhren: Spitzmaul-Nashorn "Tsororo".

Möhren für Nashörner

Es dürfte ein Termin nach dem Geschmack von "Tsororo" und "Kalusho" gewesen sein – denn zum Abschluss gab es für die beiden Spitzmaul-Nashörner Möhren aus den Händen von Zoo-Offiziellen und Stiftungsvertretern. Das Nashorngehege war bewusst für den Auftakt des Projektes "Natur&Kultur-Botschafter im Zoo Frankfurt" gewählt worden, denn die bis zu eineinhalb Tonnen schweren Dickhäuter zählen zu den am meisten bedrohten Tierarten der Welt.

Um auf die Gefährdung von Nashörnern und anderen Tierarten aufmerksam zu machen, hatte der Frankfurter Zoo vor fünf Jahren die so genannten Naturschutz-Botschafter ins Leben gerufen. Seitdem stehen den Besuchern an Informationsständen speziell ausgebildete Freiwillige für Fragen rund um die Tieren und deren Schutz zur Verfügung – inzwischen etwa 50 Personen im Alter von 18 bis 88.

Natur&Kultur-Botschafter zur Information

Das erfolgreiche Projekt wird nun ausgeweitet und um kulturelle Aspekte erweitert, denn, so Zoodirektor Prof. Manfred Niekisch, Natur und Kultur müssten heute unweigerlich in einem engen Zusammenhang betrachtet werden. Und Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ergänzt: "Naturschutz ist heute eine Kulturaufgabe geworden." Deshalb sollen zukünftig Freiwillige mit multikulturellem Hintergrund als Natur&Kultur-Botschafter neben Naturschutzthemen auch die Kultur ihrer Herkunftsländer vermitteln.

Stiftungen zur Unterstützung

Unterstützt wird der Zoo dabei von der Allianz Umweltstiftung aus München und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt (SPTG). Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, sagte, dass vor allem Kinder aus Großstädten wieder an die Natur herangeführt werden müssten. Und zwar nicht "in künstlichen Welten unter einer Glasglocke", wie es offenbar gerade Mode sei, sondern am Original. Und gerade hier biete der Einsatz von Ehrenamtlichen mit multikulturellem Hintergrund eine besonders gute Chance.

Daphne Lipp von der SPTG freute sich vor allem über das große bürgerschaftliche Engagement im Zoo, das mit dem neuen Projekt nun eine gelungene Fortsetzung finde. Die Allianz Umweltstiftung unterstützt das Projekt mit 120.000 Euro, die SPGF mit 20.000 Euro.