Frisches Grün am alten Dom

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Nach fast zwei Jahren Bauzeit und genau rechtzeitig zur Eröffnung der großen Landesausstellung "Der Naumburger Meister" hat der neu gestaltete Naumburger Domgarten seine Pforten für Besucher geöffnet. Highlight des Parks ist der "Garten des Naumburger Meisters", dessen Errichtung von der Allianz Umweltstiftung unterstützt wurde.

München, 4. Juli 2011

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1000 Jahre alt – und weitgehend unbeachtet

Im Gegensatz zum weltberühmten Naumburger Dom, einem der bedeutendsten Kirchenbauten des Mittelalters, blieb der zugehörige Domgarten in der Vergangenheit meist unbeachtet. Über viele Jahre war das Areal, das auf eine Geschichte von etwa 1000 Jahren zurückblicken kann, nicht zugänglich und verwilderte zuletzt immer mehr.

Zur Landesausstellung Sachsen-Anhalt "Der Naumburger Meister – Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen", die am 29. Juni eröffnet wurde, präsentiert sich der terrassenartig angelegte Domgarten nun frisch restauriert und teilweise völlig neu gestaltet. In fast zwei Jahren Bauzeit wurden unter anderem Teiche entschlammt, Wege neu angelegt, zahlreiche Bäume und Sträucher neu gepflanzt, Bänke aufgestellt und Mauern saniert.

Übergaben den neu gestalteten Domgarten der Öffentlichkeit (v.l.n.r): Lutz Töpfer (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), Georg Graf von Zech (Dechant der Vereinigten Domstifter), und Dr. Lutz Spandau (Vorstand der Allianz Umweltstiftung). (Foto: Vereinigte Domstifter.)

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Wandel- und Zwingergarten

Der neue "alte" Domgarten enthält auf unterschiedlichen Terrassenebenen verschiedene Gartenteile. Der landschaftlich gestaltete "Wandelgarten", der auf eine Gartenplanung aus der Zeit um 1900 zurückgeht, lädt zum Spazierengehen ein und ist mit Portraitplastiken von Schülern des Naumburger Domgymnasiums bestückt.

Im "Küchengarten" wurden Gemüse und Kräuter gepflanzt, die bereits im Mittelalter Verwendung fanden. Auch hier waren die Gymnasiasten mit von der Partie: Unter Anleitung bepflanzten sie die Beete. Der "Zwingergarten", von Mauerresten einer spätmittelalterlichen Befestigungsanlage umgeben, ist dagegen dem Thema Obstbau gewidmet und daher mit zahlreichen Obstbäumen bepflanzt.

Geschwungene Wege, Wiesen und alte Bäume: Der "Wandelgarten" lädt zum Spazierengehen und Entspannen ein.

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Garten des Naumburger Meisters

Direkt vor dem Westportal des Doms entstand der "Garten des Naumburger Meisters". Hier sind einige der Pflanzen im Original zu sehen, die dem berühmten Naumburger Dombaumeister als Vorbilder für seine wirklichkeitsnahen Pflanzendarstellungen in den Kapitellen des Westchores im Dom dienten.

Auf acht Stahlstelen finden sich Fotos der Kapitelle sowie Zeichnungen und Beschreibungen der dort dargestellten Pflanzen – und direkt daneben können die Besucher in Pflanzgefäßen aus Naturstein die lebenden Originale betrachten, zum Beispiel Efeu, Wein, Beifuß, Feige oder den gemeinen Hahnenfuß.

Original und Kopie: Im modern gestalteten "Garten des Naumburger Meisters" können Pflanzen betrachtet werden, die dem Naumburger Meister als Vorbilder für seine weltberühmten Kapitelle dienten. Auf den Stelen befinden sich Fotos der Kapitelle sowie Zeichnungen und Beschreibungen der Pflanzen (Foto: Vereinigte Domstifter).

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Gemeinschaftswerk

An der Finanzierung der insgesamt etwa 2,1 Millionen Euro teueren Um- und Neugestaltung des Naumburger Domgartens waren unterschiedliche Institutionen beteiligt. Neben Bundes- und Landesmitteln aus dem Konjunkturpaket II unterstützen die Landesinvestitionsbank und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt das Projekt. Die Allianz Umweltstiftung stellte für den Bau des "Garten des Naumburger Meisters" 150.000 Euro zur Verfügung.

Blick auf die unterste Gartenebene, den "Wandelgarten": Die alten Mauern waren völlig überwachsen. Sie wurden freigelegt und saniert.

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