Bunte Spaten in hartem Boden

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Aller Anfang ist schwer. Das erfuhren die Teilnehmer des ersten Spatenstichs zur Öffnung des Elstermühlgrabens in Leipzig am eigenen Leib. Im beinharten Boden gaben sie den Startschuss für einen weiteren Bauabschnitt des anspruchsvollen Projektes. Die Allianz Umweltstiftung unterstützt das Vorhaben.

Leipzig/Berlin, 5. September 2013

Harte Arbeit zum Projektstart

Oft wird bei einem ersten Spatenstich ein kleiner Haufen Sand aufgeschüttet, aus dem die Offiziellen dann etwas Material in Richtung Kameras schippen. Nicht so gestern in Leipzig. Hier mussten Oberbürgermeister Burkhard Jung und die übrigen Spatenstich-Teilnehmer harte Arbeit leisten: Im von Baumaschinen stark verdichteten Boden hatten sie zunächst Mühe, die traditionelle "Schippe" Erde zu lockern. Schließlich konnte aber doch der Startschuss zur Öffnung eines weiteren Abschnitts des Elstermühlgrabens gegeben werden.

Hatten mit dem harten Boden zu kämpfen (v.l.n.r.): Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal, Dr. Lutz Spandau (Vorstand der Allianz Umweltstiftung), Ulrich Kraus (Sächsisches Umweltministerium), Oberbürgermeister Brukhard Jung, Ulrich Beyer (Sächsisches Innenministerium) und zwei Anwohnerinnen.

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Hochwasserschutz und Stadtqualität

In seiner Begrüßung hatte der Oberbürgermeister zuvor die Bedeutung des Projektes betont. Die Öffnung des Elstermühlgrabens sei zum einen ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzkonzeptes der Stadt Leipzig. Zum anderen trage die Maßnahme aber auch zu einer Erhöhung der Lebensqualität im Stadtviertel bei. Zugleich warb Jung um das Verständnis der Anwohner. Zwar hätte diese in den kommenden zwei Jahren mit den Belastungen einer Baustelle zu leben, "dafür wird es anschließend um so schöner" sagte der Oberbürgermeister.

Jung bedankte sich auch bei allen Förderern des Vorhabens. Ein besonderes Dankeschön ging dabei an die Allianz Umweltstiftung. Bereits vor etwa 15 Jahren habe sie die Wiederherstellung der Fritz-von-Harck-Anlage unterstützt, bei der auch ein Teil des Pleißemühlgrabens geöffnet wurde. Dass sich die Stiftung nun zum zweiten Mal bei einem Gewässerprojekt engagiere, freute den Oberbürgermeister besonders.

Hochwasserschutz und Ökologie

Das Sächsische Umweltministerium, das mit 2 Millionen Euro den Löwenanteil an dem insgesamt 4 Millionen Euro teueren Bauabschnitt übernimmt, war durch Ulrich Kraus, Leiter der Abteilung Wasser, Boden, Wertstoffe vertreten. Die Förderung sei möglich geworden, da mit der Öffnung des Elstermühlgrabens eine deutliche Verbesserung des Hochwasserschutzes der Stadt Leipzig erreicht werde. Dass mit der Umsetzung dieser Hochwasserschutzmaßnahme auch eine ökologische Verbesserung des Gewässers erreicht werden könne, sei für das Umweltministerium besonders erfreulich, sagte Kraus.

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Lebenswerte Städte

Weitere 400.000 Euro kommen aus Mitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz des Sächsischen Innenministeriums. Ziel des Förderprogramms ist nach Worten von Ulrich Beyer, Abteilungsleiter Stadtentwicklung des Innenministeriums, historische Stadtteile aufzuwerten und schützenswerte Bauwerke und Freiräume zu erhalten oder wiederherzustellen. Dabei könne man inzwischen zahlreiche Erfolge aufweisen: In den bisher unterstützen Projekten seien deutlich weniger Leerstand, attraktivere Straßenräume und eine höhere Sanierungsquote zu verzeichnen, so Beyer.

Stadt am Wasser

Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, lobte in seinem Grußwort, wie die Qualitäten Leipzigs als Stadt am Wasser in den letzten Jahren konsequent weiter entwickelt wurden. Vor allem bei der Öffnung ehemals verrohrter Stadtgewässer habe die Stadt große Beharrlichkeit und Konsequenz gezeigt. Dies habe auch bei der Auszeichnung Leipzigs mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2012 in der Kategorie Lebensqualität und Stadtstruktur eine große Rolle gespielt.

Als dann vor etwa einem Jahr eine Förderung für die Öffnung des Elstermühlgrabens bei der Stiftung beantragt wurde, sei den Gremien die Zustimmung nicht schwer gefallen. 200.000 Euro stelle die Allianz Umweltstiftung für das Projekt nun zur Verfügung, so Spandau.

Lückenschluss

Die nun begonnene Baumaßnahme ist der erste Teil eines etwa 400 Meter langen Abschnittes (Friedrich-Ebert-Straße bis Thomasiusstraße), der die bestehende Lücke zwischen zwei bereits freigelegten Breichen des Elstermühlgrabens schließt. Er umfasst drei Teilbereiche, vier Brücken sowie die Umverlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen und den Bau von Wehranlagen.

Bunte Spaten aus Schülerhand

Die bunten Spaten, mit denen der Spatenstich ausgeführt wurde, stammen übrigens von Schülern der Leipziger Thomasschule. Die Motive sollen an die Neubertsche Schwimmanstalt erinnern, die früher an dieser Stelle an den Elstermühlgraben grenzte.

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