Im Venedig des Nordens

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Venedig des Nordens - so wurde Leipzig wegen seiner zahlreichen Stadtgewässer früher oft genannt. In der Innenstadt verschwanden die meisten im Lauf der Zeit jedoch unter der Erde, das Bild vom Venedig des Nordens verblasste. In den vergangenen Jahren öffnete die Stadt einige dieser Gewässer und schuf so zahlreiche attraktive Stadträume. Mit Hilfe der Allianz Umweltstiftung wird nun der Elstermühlgraben vollständig ans Licht geholt, am 28. März wurde der Fördervertrag für das Projekt unterzeichnet.

Berlin, 7. Mai 2013

Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (l.) und Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung bei der Vertragsübergabe.

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Die Baustelle im Blick

Das Gebäude war mit Bedacht gewählt. Draußen warten bereits Container auf die ersten Bauarbeiter und ab dem Sommer werden sich die Bagger ins Erdreich graben und ein weiteres Stück des Elstermühlgrabens freilegen. Drinnen überreichte Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, an Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal den passenden Fördervertrag. Mit 200.000 Euro wird sich die Stiftung an der Öffnung des alten Mühlgrabens beteiligen.

Dank an die Stiftung

"Diese Förderung ist eine wichtige Hilfe bei der Öffnung dieses Wasserlaufs", erklärte Rosenthal. "Dass die für ihre engagierte Unterstützung vieler Projekte bekannte Allianz Umweltstiftung sich auch für den Elstermühlgraben stark macht, freut mich als Umweltbürgermeister ganz besonders."

Die Freude bei Rosenthal dürfte auch deshalb besonders groß sein, weil die Stiftung bereits zum zweiten Mal in Leipzig aktiv wird: 1999 hatte sie die Neugestaltung der Fritz-von-Harck-Anlage und die Öffnung des Pleißemühlgrabens unterstützt.

Ausgezeichnetes Nachhaltigkeitsengagement

Warum sich die Stiftung erneut in der Messestadt engagiert, erläuterte Dr. Spandau: "Leipzig hatte sich um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis beworben und wurde als eine der drei nachhaltigsten Großstädte Deutschlands ausgezeichnet. Das heißt, man hat hier ein Konzept für eine nachhaltige Stadtentwicklung und betrachtet einzelne Projekte nicht isoliert. Eines der herausragenden Nachhaltigkeitsprojekte in Leipzig ist das Gewässerkonzept mit der Öffnung der alten Stadtgräben."

Lückenschluss

Das von der Stiftung unterstützte Vorhaben ist Bestandteil des rund 400 Meter langen dritten Bauabschnittes (Friedrich-Ebert-Straße bis Thomasiusstraße), der die bestehende Lücke zwischen den beiden bereits freigelegten Abschnitten des Elstermühlgrabens schließt und bis 2018 fertig sein soll. Er umfasst drei Gewässerabschnitte, vier Brücken sowie die Umverlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen und den Bau von Wehranlagen.

"Die Umsetzung dieses Projektes ist Teil des Integrierten Gewässerkonzeptes und dient sowohl dem Hochwasserschutz als auch der Aufwertung des öffentlichen Raumes," erklärt Heiko Rosenthal. "Für das Funktionieren der Gesamtmaßnahme Elstermühlgraben ist sie unerlässlich.

2004 bis 2018

Die Freilegung des erst in den 1950-er Jahren verrohrten Elstermühlgrabens begann im Jahre 2004 mit einem ersten, 440 Meter langen Bauabschnitt und wurde 2007 abgeschlossen. 2008 bis 2010 folgte auf einer Länge von 200 Metern der zweite Bauabschnitt. Zusammen mit dem in diesem Jahr beginnenden dritten Bauabschnitt beträgt die freigelegte bzw. bis 2018 freizulegende Strecke dann rund einen Kilometer.

Momentan noch ein trister Anblick. Die Carl-Maria-von-Weber-Straße. Aber ...

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... in wenigen Jahren wird hier der wiedergeöffnete Elstermühlgraben zum Flanieren und Verweilen einladen. (Abb.: GFSL im Auftrag der Stadt Leipzig)

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