Ein Tunnel unterm Garten

Mehr Informationen

Allianz Umweltstiftung

Pariser Platz 6, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 20 67 15 95 – 50

Telefax: 030 / 20 67 15 95 – 60

info@allianz-umweltstiftung.de

Hier können Sie eine Nachricht verfassen

Hier können Sie weiteres Informationsmaterial bestellen.

Besuchen Sie auch die Seite der
Kulturstiftung

  • Kontakt
  • Bestellen
  • Kulturstiftung
Allianz - titel_engl-garten

Aktuelle TNS Infratest Umfrage: 83 Prozent der Münchner sind für einen Tunnel unter dem Englischen Garten. Die Allianz Umweltstiftung unterstützt die Wiedervereinigung des beliebten Stadtparks.

München, 19.11.2013

Er ist ein weltbekanntes Wahrzeichen. Er ist beliebt: Mehrere Millionen Besucher im Jahr. Er ist groß: Über 400 Hektar Fläche. Und er ist zerrissen: Seit 1966 teilt die Münchner Stadtautobahn Mittlerer Ring den Englischen Garten in zwei Teile. Durch die Parkanlage, die weitläufiger ist als der New Yorker Central Park oder der Hyde Park in London, fahren jeden Tag über 100.000 Autos.

Wie sehr die Bürger der Stadt von diesem Einschnitt betroffen sind, zeigt jetzt eine Mitte November veröffentlichte Repräsentativumfrage von TNS Infratest: 83 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Wiedervereinigung des Gartens aus. Die Stiftung "Ein Englischer Garten", die die Umfrage gemeinsam mit dem Bezirksausschuss des Stadtteils Schwabing-Freimann in Auftrag gegeben hat, plädiert für eine Untertunnelung des Parks. Unterstützung erhält sie dafür von der Allianz Umweltstiftung.

"Der Englische Garten ist ein wichtiges Wahrzeichen Münchens", erklärt der Vorstand der Allianz Umweltstiftung, Lutz Spandau.

Allianz - img112

Tunnel im Blick

Dass an dem stauträchtigen Verkehrs-Nadelöhr etwas passieren muss, ist Konsens. Nur unterscheiden sich die Herangehensweisen: Die Stadtverwaltung hat einen oberirdischen Ausbau der Straße von bisher vier auf sechs Spuren vorgeschlagen. Kostenschätzung: Rund zehn Millionen Euro. Dagegen steht die Variante eines 375 Meter langen Tunnels mit drei Fahrbahnen in jeder Richtung. Er würde eine Wiedervereinigung des überlaufenen Südteils mit dem eher ruhigen, größeren Nordteil des Englischen Gartens an der Oberfläche ermöglichen.

Die Allianz Umweltstiftung hat bereits 2011, ein Jahr nach der Gründung der Initiative "Ein Englischer Garten", eine Machbarkeitsstudie zur Tunnel-Lösung finanziert. Das Ergebnis: Technisch wäre der Bau kein Problem, die Verkehrssituation könnte deutlich entspannt werden, der bereits im 18. Jahrhundert entworfene Park gewönne zusätzliche 12.000 Quadratmeter Fläche zurück. Veranschlagt werden müssten dafür rund 70 Millionen Euro.

Allianz Umweltstiftung unterstützt Wiedervereinigung

Diese Kosten sind das Hauptargument der Tunnelgegner, zu denen sich laut der TNS-Umfrage 13 Prozent der Münchner zählen. Hermann Grub und Petra Lejeune, die die Stiftung "Ein Englischer Garten" ins Leben gerufen haben, lassen sich davon nicht entmutigen. Das Architektenpaar kalkuliert nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" mit Förderungen durch Freistaat und orstansässige Unternehmen. Bereits in absehbarer Zeit erhoffen sie einen Stadtratsbeschluss zu erreichen, der den Weg für weiterreichende Planungen ebnet.

Neben prominenten Befürwortern wie dem ehemaligen Oberbürgermeister Hans Jochen Vogel oder Schauspielerin Jutta Speidel steht auch der Unternehmensberater Roland Berger hinter dem Tunnel-Projekt. Die Allianz Umweltstiftung hat Fördermittel in Höhe von einer Million Euro bewilligt – allerdings zu einer ausschließlichen Verwendung für die Flächenneugewinnung an der Oberfläche. Wird der Tunnel nicht gebaut und der Englische Garten nicht wiedervereinigt, kommen die Gelder anderen Projekten der deutschlandweit tätigen Stiftung zugute.

Grüne Lunge in der Großstadt

"Der Englische Garten ist ein wichtiges Wahrzeichen Münchens", erklärt der Vorstand der Allianz Umweltstiftung, Lutz Spandau. "Neben Attraktionen wie dem Chinesischen Turm, dem Monopteros oder dem Eisbach mit der Surfer-Welle bieten seine weitläufigen Wiesen und Waldstücke Platz für zahllose Tierarten. Über 50 Vogelarten brüten inmitten der Stadt, Igel, Hasen und Kaninchen sowie Füchse sind hier heimisch."

Der Hauptsitz der Allianz SE in München grenzt direkt an den Englischen Garten. Mit ein Grund für das Engagement der Allianz Umweltstiftung? Spandau gibt zu Protokoll: "Unser Engagement zum Beispiel für den Mauerpark in Berlin und zahlreiche andere Projekte zum Schwerpunkt "Leben in der Stadt" unterstreichen, dass wir deutschlandweit aktiv sind." Und schiebt schmunzelnd nach: "Aber klar, es würde mich auch persönlich freuen, wenn unsere Kollegen und Freunde in München einen Feierabend im Biergarten "Seehaus" künftig ohne Straßenlärm-Kulisse genießen könnten. Und wenn dann noch ein Eichhörnchen aus dem Nordteil des Gartens eine Kastanie hier im Süden erklimmt, ist die Idylle doch komplett."

Quelle: Allianz Deutschland AG, Markus Walter