Wildblumen und Fotovoltaik für Dortmund

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Ende 2014 hatte Dortmund den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden und damit 35.000 Euro Preisgeld von der Allianz Umweltstiftung gewonnen. Gestern wurde bekannt gegeben, wie das Preisgeld verwendet wird: Für die Schaffung von Wildblumenwiesen im Verkehrsgrün und eine Fotovoltaik-Anlage, deren Erträge soziale Projekte finanzieren.

Berlin, 2. Oktober 2015

 

Freuen sich auf zwei neue Nachhaltigkeits-Projekte für Dortmund: Oberbürgermeister Ullrich Sierau (5. v.l.), Siftungsvorstand Dr. Lutz Spandau (7. v.l.) und weitere an den Projekten Beteiligte.

 

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Fotovoltaik-Anlage für das Unionviertel und für Wildblumenprojekt in die Nordstadt

Am 28. November 2014 war Dortmund als Deutschlands nachhaltigste Großstadt ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld von 35.000 Euro, das die Allianz Umweltstiftung bereit stellt. Gestern gaben Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Stiftungsvorstand Dr. Lutz Spandau im bekannt, welche Projekte mit dem Preisgeld unterstützt werden:

20.000 Euro gehen an die Akteursgemeinschaft im Stadtteil "Unionviertel" für den Bau einer Fotovoltaik-Anlage, mit deren Erträgen bürgerschaftliches Engagement unterstützt wird, und 15.000 Euro an das Umwelt- sowie das Tiefbauamt der Stadt für die Realisierung eines Wildblumenprojektes in der Nordstadt.

Projekte mit Bürgerbeteiligung

OB Sierau zeigte sich von der Auswahl sehr angetan: "In beiden Projekten können sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen und selbst einen Beitrag zur Aufwertung ihres Quartiers leisten. Die Projekte vereinen den Gedanken der Partizipation mit der Förderung des Klima- und Umweltschutzes sowie der Schaffung eines attraktiveren Wohnumfelds. Ich wünsche allen Beteiligten viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung." Dr. Spandau freute sich auf die nun bekannt gegebene Zusammenarbeit: "Was gibt es Schöneres für eine Umweltstiftung, als gemeinsam mit Deutschlands nachhaltigster Großstadt Projekte zu realisieren?"

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Fotovoltaik-Anlage stärkt Bürgerengagement im Unionviertel

Im Stadtteil "Unionviertel" wird mit dem anteiligen Preisgeld eine Fotovoltaik-Anlage errichtet, deren Erträge das ökologische, soziale und kulturelle Engagement im Quartier fördern sollen. Dazu stellt die Spar- und Bauverein eG an der Lange Straße 72 – 74 ein Dach als Installationsfläche zur Verfügung. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) übernimmt als weiterer Kooperationspartner für eine Laufzeit von 20 Jahren kostenfrei Betrieb und Unterhalt der Anlage. Die Planungen für dieses Projekt sind angelaufen, der Betrieb wird im Frühjahr 2016 starten.

Die Erträge der Anlage (ca. 1.500 Euro/Jahr) gehen als zweckgebundene Spende an eine im Unionviertel organisierte Akteursinitiative. So wird dauerhaft bürgerschaftliches Engagement gefördert, gleichzeitig werden die sich langsam aufbauenden nachhaltigen Strukturen im Quartier gestärkt. Darüber hinaus entsteht mit der Fotovoltaik-Anlage ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz. Die aus insgesamt 29 Einzelmodulen bestehende Anlage wird dafür sorgen, dass künftig 10 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre gelangen.

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Was blüht denn da? - Mehr Wildnis erleben vor der Haustür

Seit einigen Jahren gestaltet das Tiefbauamt in der Innenstadt und im Stadtteil Scharnhorst Fahrbahnmittelstreifen, Pflanzbeete an Parkplätzen oder Straßenrändern zu bunten Blühwiesen um. Wo solche Wildblumenwiesen entstehen, erleben die Bewohner ein völlig neues Bild ihrer Straße, das sich im Jahresturnus stetig verändert. Mit 15.000 Euro aus dem Preisgeld wird diese Aktion in den nächsten Jahren auch in weiteren Bereichen der Nordstadt umgesetzt. Damit soll auch ein Impuls zur Nachahmung solcher Aktionen in privaten Vor- und Hausgärten und sogar auf Balkons gegeben werden. Start dieses Projektes wird im Frühjahr 2016 im Bereich des Borsigplatzes sein. 

Ergänzend bietet das Umweltamt Mitmachaktionen an: eine "Wiesen-App" fürs Smartphone der jungen Urban Gardening Generation, Infobroschüren für Hobbygärtner und Hausbesitzer, kostenlose Starterkits mit Blumensamen fürs eigene Gartenbeet, persönliche Beratungsangebote und schließlich ein Wettbewerb um das schönste Wildblumenbeet sollen die Lust zum Mitmachen wecken.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird seit 2012 jährlich von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag, dem Städte- und Gemeindebund und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung vergeben. Ausgezeichnet werden je eine Klein-, Mittel- und Großstadt, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und damit in besonderer Weise den Gedanken einer zukunftsfähigen Gesellschaft fördern. Die drei Sieger erhalten von der Allianz Umweltstiftung jeweils 35.000 Euro Preisgeld zur Umsetzung beispielgebender Nachhaltigkeitsprojekte. Der Preis will die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden bestärken und soll dazu beitragen, das Thema Nachhaltigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung besser zu verankern.