Eine Überlebenschance für die Zwerggans

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Allianz - zwerggans

Viele sind es nicht mehr, und wenn nichts geschieht, werden bald auch die letzten Zwerggänse aus Skandinavien verschwunden sein. Noch aber gibt es Hoffnung. Mit einem spektakulären Projekt soll die Tierart vor dem Aussterben gerettet werden.

Zwerggans in Not

Trotz zahlreicher Schutzmaßnahmen ist die skandinavische Zwerggans vom Aussterben bedroht. Von ehemals über 10.000 Gänsen sind inzwischen nur noch etwa 5 bis 10 Brutpaare übrig geblieben. Grund für diesen Rückgang ist die Jagd, der die Zwerggänse auf ihren Flügen aus den nordeuropäischen Brutregionen in die Überwinterungsgebiete in Osteuropa teilweise ausgesetzt sind.

Auf neuen Routen in eine sichere Zukunft

Eine außergewöhnliche Idee zur Rettung der Zwerggans wurde bis 2008 von der Allianz Umweltstiftung unterstützt: Mit Hilfe von Ultraleichtflugzeugen sollte jungen Zwerggänsen eine ehemalige, heute weitgehend sichere Zugroute von ihrem Sommerquartier in ein Überwinterungsgebiet am Niederrhein gezeigt werden. Dabei nutzt man die Besonderheit, dass, anders als bei Singvögeln, die Zugroute bei Gänsen nicht angeboren ist, sondern beim ersten Flug von den Gänseeltern gelernt wird.

In diese "Elternrolle" schlüpfen die Piloten der Ultraleichtflugzeuge und zeigen den jungen Gänsen den Weg aus dem nordschwedischen Lappland bis auf die Bislicher Insel am Niederrhein. Dort sollten die Gänse dann ausgewildert werden und im nächsten Frühjahr wieder selbständig zurück in ihr Brutgebiet nach Lappland fliegen. Mit dieser Methode hätte innerhalb eines überschaubaren Zeitraums das Aussterben der skandinavischen Zwerggänse abgewendet werden können.

Projektstopp wegen Einspruch aus Finnland und Norwegen

Nachdem das Auftreten der Vogelgrippe in Deutschland und anderen europäischen Ländern im Jahr 2006 zu einem vorläufigen Projektstopp geführt hatte, standen zu Beginn des Jahres 2007 alle Signale auf Grün. Einsprüche der Umweltministerien Finnlands und Norwegens führten aber zu einer erneuten Verschiebung des Projektstarts. Nach Auffassung beider Ministerien waren die für das Projekt vorgesehenen Zwerggänse von deutschen Züchtern genetisch nicht für die Auswilderung geeignet. Eine gegenteilige wissenschaftliche Untersuchung von Experten der Universität Heidelberg wurde von den Ministerien nicht anerkannt.

Genauere Informationen zum Projektstopp 2007 finden sich in der News-Meldung "Zwerggans muss weiter auf Rettung warten" und den Downloads "Zwerggans muss weiter auf Rettung warten" sowie "Hintergrundinformation zum Projektstopp 2007".

Auch 2008 kein Projektstart

Trotz Vermittlung des Bundesumweltministeriums konnte auch 2008 keine Einigung hinsichtlich der genetischen Eignung der für das Projekt vorgesehenen Zwerggänse erzielt werden. Als Kompromiss wurde mit den Umweltministerien Finnlands und Norwegens vereinbart, nur direkte Nachkommen der in Westrussland noch bestehenden wilden Zwerggans-Population zu verwenden. In Schweden soll dazu eine entsprechende Zuchtgruppe aufgebaut werden.

Zwerggans-Projekt wird zurückgestellt

Da vor 2010 nicht genügend Zwerggänse aus der schwedischen Zucht für das Projekt zur Verfügung stehen werden, hat die Allianz Umweltstiftung Ende 2008 aus stiftungsrechtlichen Gründen beschlossen, die Förderung des Zwerggans-Projektes auszusetzen. Wenn das Projekt definitiv gestartet werden kann, wird die Stiftung erneut über das Vorhaben befinden.

Projektpartner

Deutscher Aero Club e.V., Braunschweig; Aktion Zwerggans e.V., Wesel.

Status

Standby.