Renaturierung von Fließgewässern im Thüringer Wald

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Der Feuersalamander liebt naturnahe Laubwälder mit vielen frei fließenden Bächen. In reinen Fichtenforsten dagegen hat es der schwarz-gelbe Lurch schwer. Deshalb sollen mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung in den nächsten Jahren im Einzugsgebiet der Gera (Thüringer Wald) insgesamt 40 Bäche und die angrenzenden Wälder nach und nach zu optimalen Feuersalamander-Lebensräumen entwickelt werden.

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Optimaler Salamander-Lebensraum: Laubwald mit fließend Wasser.

Lebensraum für den Feuersalamander

Möglichst naturnahe Laubwälder mit kleinen Bächen und vielen Versteckmöglichkeiten – das ist der optimale Lebensraum für den Feuersalamander (Salamandra salamandra). Als Larve lebt er in Stillwasserbereichen und ernährt sich von kleinen Wasserinsekten. Als ausgewachsenes Tier überdauert er den Tag unter Steinen, Holzhaufen oder anderen Verstecken und begibt sich in der Dämmerung auf Nahrungssuche.

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Jagdrevier der Feuersalamander-Larven.

Lebensraum in Gefahr

Diese optimalen Feuersalamander-Lebensräume werden in Deutschland aber immer seltener. Zum Beispiel im Thüringer Wald, wo viele Bachtäler bis zu den Ufern dicht an dicht mit Fichten bestanden sind. Das Problem: Die abfallenden Fichtennadeln dienen nur sehr wenigen Kleinlebewesen als Nahrung, die wiederum die Hauptnahrung der Salamander-Larven sind.

Zudem gibt es in den Bächen durch regelmäßiges "Aufräumen" kaum noch quer liegende Äste und Stämme und deshalb immer weniger Tief- und Stillwasserbereiche, in denen die Larven leben. Ein weiteres Problem sind die unter Forstwegen eingebauten Rohrdurchlässe, die meist viel zu geringe Durchmesser aufweisen und deshalb für viele Kleinlebewesen der Fließgewässer unüberwindbare Hindernisse darstellen.

Feuersalamander-Projekt

Im Rahmen eines mehrjährigen Projektes sollen im Einzugsgebiet der Gera 40 Bäche auf einer Länge von insgesamt 80 Kilometern sowie die angrenzenden Waldstücke wieder in Feuersalamander-Lebensräume umgewandelt werden. Die Beseitigung oder Erweiterung von zu engen Rohrdurchlässen steht dabei ebenso auf dem Programm, wie der Umbau der Fichtenwälder zu Laub- und Bergmischwäldern. Auch das gezielte Einbringen oder Belassen von Ästen und Stämmen im Bachbett ist vorgesehen. Von den geplanten Maßnahmen profitieren neben dem Feuersalamander eine Vielzahl anderer Tiere und Pflanzen.

Projektpartner

  • Naturstiftung David, Erfurt

  • ThüringenForst, Erfurt

  • Michael Otto Stiftung, Hamburg.

Förderung

Bundesamt für Naturschutz, Bonn, im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Ort

Wassereinzugsgebiet der Gera im Bereich Ilm-Kreis, Schmalkaden-Meiningen und Gotha, Zuflüsse der Wilden Gera, Zahmen Gera, Jüchnitz und Lütsche.

Status

In Bearbeitung.

Der Feuersalamander wird etwa 20 cm lang und über 20 Jahre alt (in Gefangenschaft sogar bis über 50 Jahre). Als Amphibienart mit leicht austrocknender Haut kann der Feuersalamander erst ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 85% aktiv werden.

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Kleine Fotos: Naturstiftung David/Thomas Stephan.