Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden; Gewinner 2013: Pirmasens

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Früh übt sich, was ein Meister werden will. Nach diesem Motto werden in Pirmasens Kinder und Jugendliche im Rahmen des Projektes "Sonnendiplom" über die Schonung natürlicher Ressourcen informiert und zu Energiesheriffs ausgebildet. Anschließend tragen sie das Gelernte als Multiplikatoren in Familie und Freundeskreis weiter. Das Projekt "Sonnendiplom" wird mit dem Preisgeld finanziert, das Pirmasens als Deutschlands nachhaltigste Stadt (Kategorie: mittlere Größe) von der Allianz Umweltstiftung gewonnen hat.

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Herausforderung Schrumpfung

Die zirka 40.000 Einwohner zählende Stadt Pirmasens in Rheinland-Pfalz musste in den vergangenen Jahren einen beträchtlichen Rückgang der Bevölkerung sowie der damit einhergehenden Wirtschafts- und Kaufkraft hinnehmen. Eine angespannte Finanzlage zusammen mit der Notwendigkeit, die nun überdimensionierte Infrastruktur anzupassen, aufrechtzuerhalten und zu unterhalten, stellt Pirmasens vor immense Herausforderungen.

Diesen begegnet Pirmasens durch eine enge Verknüpfung von finanzieller Konsolidierung und nachhaltiger Stadtentwicklung. So wurde eine Arbeitsgruppe Haushaltskonsolidierung gegründet, die innovative Vorschläge zur Kosteneinsparung entwickelte. Dazu gehörte zum Beispiel die energetische Optimierung der städtischen Abwasserreinigung, die für rund 20 Prozent des Energiebedarfs der Kommune verantwortlich ist.

Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe

Mit der Auszeichnung als "Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2013" wird vor allem das innovative Krisenmanagement der Stadt Pirmasens gewürdigt, das sich durch eine starke nachhaltige Komponente und die Konzentration aufs Wesentliche auszeichnet. Um die bestehende Infrastruktur an den Bevölkerungsrückgang anzupassen, so die Jury in ihrer Begründung, hat Pirmasens beispielhafte Ansätze entwickelt, die Kosten zu senken und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten oder zu erhöhen.

Pakt für Pirmasens

Parallel zu den Maßnahmen im Bereich der Instandhaltung, Revitalisierung und Versorgung wurde ein Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamtlichen ins Leben gerufen, der "Pakt für Pirmasens". Dieser Pakt sollen durch gezielte, individuelle Hilfen die Chancen von Kindern aus sozial schwachen und benachteiligten Familien verbessern.

Konkret werden Kinder und Jugendliche durch unterschiedlichste Projekte in verschiedenen Lebenslagen unterstützt, gefördert und an die veränderten ökonomischen Bedingungen herangeführt. Das beginnt mit der Gewährleistung einer regelmäßigen warmen Mahlzeit pro Tag und setzt sich über individuelle ehrenamtliche Patenschaften, Qualifizierungsinitiativen für junge Eltern bis zu Sportvereinspatenschaften fort.

Wie das Preisgeld der Allianz Umweltstiftung verwendet wird

Ein Teilprojekt des "Pakt für Pirmasens" ist das "Sonnendiplom", bei dem junge Menschen den umweltgerechten Umgang mit begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen erfahren. Diese Wissensvermittlung hat vor allem für Kinder aus ungünstigen sozialen Verhältnissen eine besondere Bedeutung. Denn gerade finanziell schwächere Familien profitieren davon, wenn der informierte Nachwuchs zeigen kann, wo daheim mit einfachsten Mitteln Energie und damit auch bares Geld gespart werden kann.

Das Preisgeld von 35.000 Euro, das Pirmasens als Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe von der Allianz Umweltstiftung gewonnen hat, wird zur Umsetzung des Projektes "Sonnendiplom" verwendet. Zum Erwerb des Sonnendiploms absolvieren die Kinder unterschiedliche Lerneinheiten zu Themen wie Energiesparen, Mobilität oder Wasserverbrauch und werden dabei zu "Energiesheriffs" ausgebildet. Zum Abschluss erhalten die Jugendlichen ein "Sonnendiplom" und tragen das Gelernte als Multiplikatoren auch in andere alltägliche Lebensbereiche, wie Familie, Freundeskreis weiter.

Genauere Informationen zum "Sonnendiplom" finden Sie in der News-Meldung "Energie-Detektive mit Sonnendiplom".

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