Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden; Gewinner 2014: Dortmund

Dem durch den Zusammenbruch der Montanindustrie ausgelösten Strukturwandel begegnet die Ruhrgebietsmetropole Dortmund mit einer breit angelegten Nachhaltigkeitsstrategie und einer Vielzahl daraus abgeleiteter Maßnahmen – erfolgreich, wie die Auszeichnung als Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2014 belegt.

Strukturwandel und Nachhaltigkeit

Die etwa 585.000 Einwohner zählende Ruhrgebietsmetropole Dortmund reagiert mit nachhaltig ausgerichteten Strategien und Maßnahmen auf den Strukturwandel. Vielfältige Beteiligungsinstrumente und ein breiter Dialog mit unterschiedlichsten lokalen Akteuren sorgen dabei für eine hohe Akzeptanz des Nachhaltigkeitsgedankens.

Klima- und Ressourcenschutz

Im Bereich Klima- und Ressourcenschutz setzt die Stadt unter anderem auf die Entwicklung von Effizienztechnologien und eine nachhaltig angelegte Umstrukturierung ehemaliger Industrieflächen. Im Rahmen des deutschlandweit bekannten Konversionsprojekts "Phoenix" wurden ehemalige Großareale der Montanindustrie in einen Standort für Zukunftstechnologien und ein Naherholungsgebiet umgewandelt.

Die Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energie- und Wärmeversorgung, Mobilität sowie Bildung werden durch einen "Masterplan Energiewende" gesteuert, der in einem aufwändigen Beteiligungsverfahren entstand. Ein sichtbarer Erfolg des Masterplans sind der deutlich gesunkene CO2-Ausstoß sowie geringere Energiekosten öffentlicher Gebäude.

Wissens- und Kulturstandort

Dortmund profiliert sich durch entsprechende Bildungs- und Integrationsarbeit auch als Wissens- und Kulturstandort, u. a. durch die "Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" und ein kommunales Integrationszentrum. Im Jahr 2014 wurde an der Fachhochschule der einzigartige Studiengang "Armut- und Flüchtlingsmigration" geschaffen.

Deutschlands nachhaltigste Großstadt

Die Jury würdigt die Stadt Dortmund für ihr überzeugendes und erfolgreiches Maßnahmenportfolio in den verschiedenen Themenfeldern nachhaltiger Stadtentwicklung mit der Wahl zu Deutschlands nachhaltigster Großstadt 2014.

Wie das Preisgeld der Allianz Umweltstiftung verwendet wurde

In Dortmund wurden mit dem Preisgeld der Allianz Umweltstiftung zwei sehr unterschiedliche Projekt unterstützt. Ein Teil ging an die Akteursgemeinschaft im Stadtteil "Unionviertel" für den Bau einer Fotovoltaik-Anlage, mit deren Erträgen bürgerschaftliches Engagement unterstützt wird. Den anderen Teil erhielten das Umwelt- sowie das Tiefbauamt der Stadt für die Realisierung eines Wildblumenprojektes in der Nordstadt. Details zu beiden Projekten finden sich in der News-Meldung "Wildblumen und Fotovoltaik für Dortmund".