Neugestaltung der Fritz-von-Harck-Anlage in Leipzig

Nur eine nichtssagende Rasenfläche war von dem Schmuckplatz übriggeblieben, den die Leipziger einst zu Ehren des Kunstmäzens Fritz von Harck angelegt hatten. Nach der Neugestaltung macht die Grünfläche ihrem Namensgeber jedoch wieder alle Ehre.

Schmuckplatz

Was die Rothschilds für London und Paris, war Fritz von Harck für die Leipziger Kunstszene. Der weit gereiste Kaufmann sammelte Werke bedeutender Künstler, die er später seiner Heimatstadt vermachte – ein großer Mäzen, zu dessen Ehre 1917 in Leipzig direkt gegenüber des Neuen Rathauses ein Platz mit Staudenbeeten, Rasenflächen und Brunnen angelegt wurde.

Schmucklos

Seit dem Zweiten Weltkrieg fristete die am Stadtbach Pleißemühlgraben gelegene Fritz-von-Harck-Anlage dann ein unscheinbares Dasein. In der ehemaligen DDR wurde sie schließlich in eine nichtssagende Rasenfläche umgewandelt, der Pleißemühlgraben verschwand unter der Erdoberfläche.

Schmuckstück

Mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung erwachten Fritz-von-Harck-Anlage und Pleißemühlgraben ab 1999 zu neuem Leben. Die historische Gliederung mit Rasenflächen, Wegekreuz und Wasserbecken wurde wieder hergestellt und als Hauptanziehungspunkt entstand eine modern gestaltete Brunnenanlage. Immergrüne Rhododendren und Staudenbeete schaffen einen harmonischen Übergang zu den baumbestandenen Villengärten in der Nachbarschaft und der Pleißemühlgraben wurde wieder ans Tageslicht geholt - Bootsanlegestelle und Wehr inklusive.

Auszeichnung

Beim Wettbewerb um den Deutschen Landschaftsarchitekturpreis 2001 wurde die Neugestaltung der Fritz-von-Harck-Anlage mit einer Würdigung ausgezeichnet.

Projektpartner

Stadt Leipzig (Bauherr); Grünflächenamt Leipzig (Planung).

Ort

04109 Leipzig, Fritz-von-Harck-Anlage, gegenüber des Neuen Rathauses.

Status

Abgeschlossen.