Errichtung eines Jüdischen Gartens in Berlin

Die Gärten der Welt im Berliner Erholungspark Marzahn zeigen internationale Gartenkunst verschiedener Epochen, Regionen und Religionen. Nach der Errichtung eines Islamischen und eines Christlichen Gratens unterstützt die Allianz Umweltstiftung dort auch den Bau eines Jüdischen Gartens.

Gärten der Welt

Der Garten ist in aller Welt ein Ort des Friedens, der Schönheit und des Glücks. Diese Gemeinsamkeit zeigt sich rund um den Globus in den unterschiedlichsten Gartenformen – und in den aufwändig gestalteten Gärten der Welt im Berliner Erholungspark Marzahn. Zehn traditionelle Themengärten, neun zeitgenössische Gartenkabinette und zahlreiche weitere Attraktionen laden dort zu einer gärtnerischen Welt- und Zeitreise ein.

Gärten der Weltreligionen

Auch die Weltreligionen und Weltanschauungen haben in den Gärten der Welt ihren Platz. Neben dem Christlichen und Islamischen Garten finden sich ein Balinesischer (Hinduismus), Koreanischer (Schamanismus, Buddhismus), Japanischer (Zen-Buddhismus) und ein Chinesischer Garten (Konfuzianismus). 2019 sollen sie durch einen Jüdischen Garten ergänzt werden.

Jüdischer Garten

Der Jüdische Garten wird auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern im Bereich der höchsten Erhebung der Gärten der Welt entstehen - mit direkter Blickbeziehung zum Christlichen Garten. Da keine historisch dokumentierte Tradition jüdischer Gartenanlagen besteht, fehlten gestalterische Vorlagen. Deshalb wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, in dem über die Auseinandersetzung mit dem spezifisch jüdischen Naturverständnis verschiedene Entwürfe entstanden.

Der Wettbewerbsgewinner gestaltet den Jüdischen Garten als großflächigen, netzartig angelegten Nutz- und Schaugarten, der sich der Umgebung öffnet und mit ihr im Dialog steht. Eingebettet in ein Netz aus Wegen und kleinen Platzflächen liegen Felder unterschiedlicher Größe und Form, in denen Pflanzen, die zur Geschichte der Berliner Juden gehören, ihren Ort finden sollen. Zwei Pavillons dienen als Aufenthaltsorte oder Treffpunkte, auch Informationsveranstaltungen zur Jüdischen Kultur oder Festveranstaltungen im Jüdischen Jahreskalender können dort durchgeführt werden.

So soll der Jüdische Garten aussehen: Zwei Pavillons, Pflanzflächen und ein Netzt aus Wegen.
  • Projektpartner
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  • Axel Springer Stiftung
  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt
  • Grün Berlin GmbH
  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  • Ort
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  • Gärten der Welt, Eisenacher Straße 99, 12685 Berlin
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  • Status
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  • Gestaltungswettbewerb abgeschlossen, Bau in Vorbereitung
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  • Abb: Atelier le balto Landschaftsarchitekten