Öffnung des Elstermühlgrabens in Leipzig

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Zur Steigerung der Lebensqualität und Verbesserung des Hochwasserschutzes wurden in der Innenstadt Leipzigs in den vergangenen Jahren viele der ehemals verrohrten Mühlgräben geöffnet. Dadurch entstanden zahlreiche attraktive Stadträume. Mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung holt man nun auch den letzten, etwa 400 Meter langen Abschnitt des Elstermühlgrabens ans Licht.

Venedig des Nordens

Früher wurde Leipzig oft als das Venedig des Nordens bezeichnet, denn über Jahrhunderte prägten Stadtgräben das Bild der am Zusammenfluss der Flüsse Weiße Elster, Pleiße und Parthe gelegenen Stadt. In der Innenstadt verschwanden die meisten Gewässer im Lauf der Zeit aber unter der Erde, das Bild vom Venedig des Nordens verblasste.

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Entlang des Ranstädter Steinweges fließt der Elstermühlgraben bereits wieder offen.

Elstermühlgraben

Einer dieser ehemals die Stadt prägenden Wasserläufe ist der im 12. Jahrhundert angelegte Elstermühlgraben. Ursprünglich diente er zum Betrieb von Mühlen. Bereits 1878 wurde wegen der Erweiterung einer Straße ein erster Teil des Elstermühlgrabens überwölbt. Den Rest verbannte man in den 1960er Jahren unter die Erde, als die Geruchsbelästigung durch die Einleitung von Abwässern in die Gewässer immer stärker wurde.

Kanäle ans Licht

Bereits in den späten 1980er Jahren setzten sich engagierte Bürger, Architekten und Künstler dafür ein, die Mühlgräben und Flüsse wieder ins Bewusstsein zu bringen, sie zu öffnen und zu renaturieren. Als sich dann nach der Wende mit dem Bau von Kläranlagen die Wasserqualität deutlich verbesserte, konnte mit der Planung und Umsetzung der Idee begonnen werden.

So sind in den letzten 15 Jahren große Teile der Mühlgräben wieder geöffnet und als Teil der Leipziger Innenstadt wahrnehmbar geworden. Neue, attraktive Stadträume entstanden und tragen mehr und mehr zur Lebensqualität der Stadt bei.

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An der Friedrich-Ebert-Straße hieß es bisher: Endstation.

Elstermühlgraben ans Licht

Ein gelungenes Beispiel der Offenlegung von Gewässern ist der innerstädtische Elstermühlgraben. 2004 wurde der etwa einen Kilometer lange Bereich in Angriff genommen, auf ca. 600 Metern fließt der Graben inzwischen wieder offen. Die letzten 400 verrohrten Meter des Elstermühlgrabens werden ab 2013 ans Licht geholt und sollen, in drei Abschnitte unterteilt, 2019 fertig gestellt sein.

Treppen, Rampen, Bäume

Die Allianz Umweltstiftung engagierte sich von 2013 bis 2015 bei der Öffnung des Bauabschnitts zwischen Elster- und Friedrich-Ebert-Straße. Über Treppen und eine rollstuhlgerechte Rampe kann man hier nun direkt ans Wasser gelangen, auf den in die Treppenanlage integrierte Sitzplätzen verweilen oder im Schatten von Bäumen entlang des Kanals flanieren. Ganz im Stil des Venedigs des Nordens.

Projektpartner
Stadt Leipzig (Bauherr).


Planung
  • Ecosystem Saxonia Gesellschaft für Umweltsysteme GmbH
  • GFSL Clausen Landschaftsarchitekten - Grün für Stadt + Leben GmbH
  • ARGE Tragwerksplanung (Inros Lakner AGS & P Sahlmann, Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH).

Weitere Förderung
Land Sachsen im Rahmen der Förderrichtlinien Gewässer-/Hochwasserschutz und Städtebaulichem Denkmalschutz aus Mitteln des Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Ort
Carl-Maria-von-Weber-Straße, Leipzig.

Status
Abgeschlossen.