"Therapieraum Natur" in Lenggries in Oberbayern

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Allianz Umweltstiftung

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Waldumbau als Therapie – nach dieser Devise helfen traumatisierte Polizisten dabei, einen monotonen Fichtenforst in einen natürlichen Bergmischwald umzubauen. Durch die Arbeiten in der freien Natur können sie Erlebtes verarbeiten, zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen. Die Allianz Umweltstiftung unterstützt das Modellprojekt im oberbayerischen Lenggries.

Auch Helfer brauchen Hilfe

"Die Polizei - Dein Freund und Helfer!" Dieses Motto ist allseits bekannt und kann von jedem in Anspruch genommen werden. Aber auch Polizisten sind Menschen wie Du und ich, die Freunde und Helfer brauchen, wenn schlimme Erlebnisse im Berufsleben Körper und Seele verletzen und die Einsatzmöglichkeit im Dienst für die Mitmenschen beeinträchtigen. In derartigen Fällen bestehen unterschiedliche Therapieangebote, die nun durch das Projekt "Therapieraum Natur" erweitert werden: Durch aktive Beschäftigung in freier Natur sollen traumatisierte Polizisten fernab vom Alltag zu neuen Kräften kommen und die Möglichkeit erhalten, ihre "Schutzweste für die Seele" wieder zu stärken

Von der Monokultur zum Bergmischwald

Ort des Projektes "Therapieraum Natur" ist eine etwa 15.000 Quadratmeter große Fläche, die direkt neben einem Erholungsheim für Polizisten in der oberbayerischen Gemeinde Lenggries liegt. Auf einem Großteil des Geländes soll der bestehende Fichtenwald nach und nach in einen typischen Bergmischwald aus Tanne, Fichte, Buche und Bergahorn verwandelt werden. Dazu müssen Fichten gefällt, bestehender Jungaufwuchs von Laubbäumen gefördert und Tannen gepflanzt werden. Auf einem weiteren Teil des Grundstücks werden die Fichten restlos entnommen und stattdessen Obstbäume und Wildsträucher gepflanzt, auch die Pflanzung einer Wildhecke ist vorgesehen.

Biotope, Weg und Insektenhotel

Neben dem "Umbau" des Waldes ist die Schaffung von Möglichkeiten zur Naturbeobachtung ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten. Die Anlage eines Feucht- und eines Trockenbiotopes ist ebenso vorgesehen, wie der Bau eines etwa 600 Meter langen rollstuhltauglichen Weges, das Aufstellen von Bänken und die Sicherung des Geländes mit einem Wildschutzzaun. Abschließend sollen dann noch Insekten- und Bienenhotels, Nistkästen und Infotafeln angebracht werden. Ein Großteil der anfallenden Arbeiten soll dabei von traumatisierten Polizisten erledigt werden, lediglich bei besonders gefährlichen oder technisch schwierigen Aufgaben kommen Forstarbeiter oder Fachfirmen zum Einsatz.

Auch in den folgenden Jahren bietet das Gelände noch reichlich Arbeitsmöglichkeiten. Sowohl bei den forstlichen Arbeiten, der Pflege der Biotope wie auch der Instandhaltung der Wege können traumatisierte Polizisten aktiv werden und sich in freier Natur betätigen und regenerieren.

Projektpartner

Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft

Kooperationspartner

Bayerische Staatsforsten (Flächeneigentümer, Konzept Waldumbau)

Ort

Lenggries, Ortsteil Fall am Sylvensteinspeicher, westlicher Ortsrand

Status

In Umsetzung