Erforschung von Waldschäden

Beim Waldsterben in den 1990-er Jahren wurden unterschiedlichste Faktoren als Ursache vermutet. Mit einem Forschungsprojekt konnte Ozon als ein Auslöser nachgewiesen werden. 

Waldsterben

Schädlinge, Pilze, Bakterien, Viren, extreme Klimaverhältnisse, Luftschadstoffe: Die seit den siebziger Jahren weltweit auftretenden, großflächigen Waldschäden, die mit dem Begriff "Waldsterben" in die Schlagzeilen kamen, haben verschiedene Ursachen. Wissenschaftler stellten Hypothesen auf, prüften sie und mussten sie oft wieder verwerfen. Da es bis zum Jahr 1992 noch nicht gelungen war, allen Ursachen für das Waldsterben auf die Spur zu kommen, nahm sich auch die Allianz Umweltstiftung dieser Thematik an.

Waldforschung

Ein Forscherteam der Ludwig-Maximilians-Universität München setzte Fichtenzweige an ein und demselben Messbaum bei Freilandversuchen und in Klimakammern verschiedenen Einflüssen aus: Die einen erhielten Reinluft, die anderen Luft, die mit Ozon und Stickstoffverbindungen angereichert war. Untersucht wurden die Auswirkungen auf die sogenannten Spaltöffnungen, die auf der Blattunterseite aller Bäume den Austausch von Kohlendioxid und Wasser regeln.

Ergebnisse

Die Tests zeigten, dass es zur ungehinderten Wasserabgabe und schließlich zum Vertrocknen der Nadeln kommt, wenn die Spaltöffnungen durch Ozon beeinflusst werden. Damit wurde wissenschaftlich bewiesen: Hohe Ozonwerte stören den Wasserhaushalt der Fichten und verursachen damit auch Waldschäden. Diese Erkenntnisse waren Grundlage für weitere Forschungen.

Projektpartner

TU München, Lehrstuhl für Forstbotanik, Freising.

Ort

Forstlicher Versuchsgarten Grafrath.

Status

Abgeschlossen.