Gewinnerschule 2009:
Gymnasium Neutraubling

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung

Viele kleine Aktionen und Aktivitäten finanzieren eine Solaranlage - und diese wiederum finanziert Klimaschutz-Projekte in Afrika. Wie sich nationaler und internationaler Klimaschutz beispielhaft ergänzen, zeigen die Energiemanager des Gymnasiums Neutraubling bei Regensburg.

Die Energiemanager des Gymnasiums Neutraubling bei der Preisverleihung am 4. März in Berlin
Die Energiemanager des Gymnasiums Neutraubling bei der Preisverleihung am 4. März in Berlin

Energiemanager

Seit 2001 ist das Gymnasium Neutraubling mit verschiedensten Aktivitäten im Klimaschutz aktiv. In jeder Klasse kümmern sich zwei Energiemanager um die Einhaltung von Energiesparregeln, der jährlich stattfindende Energiespartag schärft das Bewusstsein von Schülern und Lehrern für das Thema Klimaschutz und beim schulinternen Umweltwettbewerb werden herausragende Schülerleistungen im Umweltschutz prämiert.

Öffentlichkeitsarbeit

Vorträge in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule oder Umweltorganisationen, eine eigene Homepage und regelmäßige Kontakte zur lokalen Presse stellen zudem sicher, dass die Umweltarbeit der Schule auch die breite Öffentlichkeit erreicht.

Sonnenscheine und Sponsorenläufe

Die Schule verfügt über mehrere Fotovoltaikanlagen mit einer Maximalleistung von insgesamt 25 kWp. Finanziert wurden die Anlagen durch den Verkauf so genannter "Sonnenscheine", Sponsorenläufe und das Sammeln und Weiterverkaufen gebrauchter Druckerpatronen.

Ein Großteil der Mittel stammt aus zinsgünstigen Krediten von Lehrern und Eltern, die allerdings an eine besondere Bedingung geknüpft waren: Mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Solarstroms sollten Entwicklungshilfe-Projekte unterstützt werden.

Projekte in Tansania

So wurden in den Jahren 2007 und 2008 bereits mehrere Entwicklungshilfe-Projekte in Tansania gefördert. Unter Klimaschutzgesichtspunkten herausragend ist dabei ein Projekt, bei dem die Errichtung von Biogas-Anlagen unterstützt wird. Diese Anlagen werden vor allem mit Kuhdung betrieben, reduzieren so die Freisetzung des besonders klimaschädlichen Methans und leisten auf diese Weise einen besonders effektiven und kostengünstigen Beitrag zum Klimaschutz.