Gewinnerschule 2009:
Werner-von-Siemens-Realschule Erlangen

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung

Durch moralische Appelle und Verbote sind Jugendliche kaum für den Klimaschutz zu begeistern. Beste Möglichkeiten, aus Schülern aktive Klimaschützer zu machen, bietet dagegen das Internet - das hat die Klasse 9a der Werner-von-Siemens-Realschule Erlangen mit ihrem Projekt "Die CO2-Maus" eindrucksvoll bewiesen.

Die "CO2-Mäuse" bei der Preisverleihung am 4. März in Berlin
Die "CO2-Mäuse" bei der Preisverleihung am 4. März in Berlin
Erfolgreiches Klimaschutz- Maskottchen: die CO2-Maus.
Erfolgreiches Klimaschutz- Maskottchen: die CO2-Maus.

Aktiv werden

Ausgangspunkt des Projektes "CO2-Maus" war der Film "Eine unbequeme Wahrheit" des Friedensnobelpreisträgers Al Gore. Geschockt von den düsteren Zukunftsaussichten wollten die Schüler der damaligen Klasse 8a selbst handeln und vor allem auch andere Jugendliche zu aktivem Klimaschutz bewegen.

Internet als Medium

Relativ schnell stand fest, das Internet als Medium zu nutzen. In zahlreichen Diskussionen wurde dann das Konzept für eine Internet-Plattform mit CO2-Spartipps und CO2-Einsparungs-Zähler für Schüler, Schulklassen und Schulen entwickelt: die CO2-Maus.

Passwort und Maus

Gemeinsam mit der CO2-Maus sparen die Jugendlichen dann - unterstützt von vielen Tipps auf der Homepage - CO2 und füttern mit den eingesparten Kilos ihre Maus. Dabei können sich Schüler, Schulklassen oder ganze Schulen "vernetzen" und mit ihren CO2-Einsparungen in Wettbewerb treten.

Mit einem Passwort können sich Schüler auf der Plattform registrieren und erhalten ihre eigene CO2-Maus, der sie auch einen Namen geben können. Zur Anmeldung wird in einem CO2-Check der aktuelle CO2-Ausstoss der Schüler festgestellt, der auch als Ausgangswert für die kommenden Einsparungen gilt.

Erfolgreich

Nach über 2000 Stunden Programmierarbeit durch den Klassenlehrer und einer erfolgreichen Testphase mit zehn Schulen erfolgte Ende 2008 der offizielle Start. Um möglichst viele Schulklassen zum Mitmachen zu bewegen, entwarfen die Schüler ein Werbeplakat, das in einer gemeinsamen Versandaktion an alle Schulen in Bayern geschickt wurde. Mit Erfolg: Innerhalb von nur zwei Tagen gingen 200 Anmeldungen ein und bis Ende Februar hatten etwa 16.700 CO2-Mäuse über 16.000 Tonnen CO2- eingespart!

Deutschlandweit?

Mit dem bisherigen Erfolg wollen sich die Schüler allerdings nicht zufrieden geben. Nach den positiven Erfahrungen aus Bayern wird überlegt, das Projekt auf ganz Deutschland auszudehnen.