Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung Gewinnerschule 2013: Ernst-Mach-Gymnasium Haar (bei München)

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Das Projektteam Umweltschule des Ernst-Mach-Gymnasiums Haar bei München wurde für sein langjähriges und umfangreiches Klimaschutz-Engagement ausgezeichnet: Energiedetektive kümmern sich um das Energiesparen im Schulalltag, Botschafter für Klimagerechtigkeit informieren auch außerhalb der Schule über den Klimawandel und im Unterricht oder in Jahresprojekten wird das Thema Klimaschutz auf unterschiedlichste Weise behandelt.

Sind als Energiedetektive und Klimabotschafter unterwegs: Die Schülerinnen und Schüler des Projektteams Umweltschule am Ernst-Mach-Gymnasium Haar

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Aller Anfang

Angefangen hat alles mit dem Projekttag "Energie" im Jahr 2006. Dabei entdeckten die Schüler und Lehrer mit Hilfe einer Wärmebildkamera, dass aus dem Schulgebäude jede Menge Energie entwich. Diese Erkenntnis war Auslöser für die Gründung des Projektteams Umweltschule, das inzwischen fest in der Schulgemeinschaft verankert ist und zahlreiche Klimaschutz-Aktivitäten angestoßen und umgesetzt hat.So wurden inzwischen alle Fenster der Schule erneuert, die Außenfassade der Turnhalle gedämmt und die Beleuchtungs- sowie Heiztechnik saniert. Die größeren Baumaßnahmen finanzierte dabei der Schulträger. Kleinere Maßnahmen, wie etwa die Anschaffung von Bewegungsmeldern zur Steuerung der Beleuchtung im Fahrradkeller oder den Schulfluren, wurden mit Preisgeldern aus Wettbewerbsgewinnen von der Schule selbst bezahlt.

Energiedetektive und Klimabotschafter

Auch die Schüler selbst leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz: In jeder Klasse kümmern sich zwei Energiescouts um energiesparendes Heizen, Lüften und das Ausschalten der Beleuchtung nach dem Unterricht. Die Ausbildung der Scouts erfolgt durch Lehrer und ältere Schüler. In den höheren Klassen erfolgt dann durch Spezialisten der Architektenkammer noch eine Zusatzausbildung zum Klimadetektiv.

Andere Schülerinnen und Schüler haben sich zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausbilden lassen und halten in allen 5. Klassen Vorträge über den Klimaschutz. Darüber hinaus besuchen sie auch Grundschulen der Umgebung und informieren sogar Erwachsene, etwa bei Vorträgen an der Volkshochschule. Zusätzlich sind sie mit Infoständen auf unterschiedlichsten Veranstaltungen in der Gemeinde aktiv.

PR für den Klimaschutz

Ein weiterer Schwerpunkt der Klimaschutz-Aktivitäten am Ernst-Mach-Gymnasium ist die Integration des Themas in den regulären Unterricht. So überlegten sich Schüler im Rahmen eines Seminars zahlreiche Werbemaßnahmen für den Klimaschutz, zum Beispiel Plakataktionen, klimafreundliches Catering auf Schulveranstaltungen oder einen Graffiti-Wettbewerb. Krönender Abschluss des Seminars waren Organisation und Durchführung eines "Kaufhauses für Nachhaltigkeit" im örtlichen Bürgerhaus - mit Modenschau, Tauschbörsen, Schülervideo, Wettbewerben und klimafreundlichem Imbiss.

Themenjahr Ernährung

Besonders lobte die Jury das Themenjahr "Ernährung und Klima", das mit zahlreichen schulübergreifenden Aktivitäten auf den Zusammenhang zwischen unseren Ernährungsgewohnheiten und dem Klimawandel hinwies. Den Auftakt machte eine entsprechende Ausstellung in der Schulaula – inklusive Eröffnungsveranstaltung und regelmäßigen Ausstellungsführungen durch Schüler.

Für alle 5. Klassen gab es ein klimafreundliches Frühstück, bei dem das Thema Klimawandel kindgerecht aufbereitet wurde und das inzwischen fester Bestandteil des Schuljahres ist. Auch die Lehrerschaft wurde informiert und nach dem Motto: "Essenslust statt Wegwerffrust" in der Lehrerküche eine Tausch- und Mitnahmebörse für Lebensmittel eingeführt. Im Lauf des Schuljahres entstand auch noch ein Kurzfilm über Nachhaltige Ernährung und mit der Aufführung eines Theaterstücks wurde zusätzlich Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt.

Kurzfilm