Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung Gewinnerschule 2014: Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf

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"CO2 hat (d)ein Gesicht" und "Wie fair ist Deggendorf?", mit diesen Projekten aktivierte das Fair-Future-Team des Robert-Koch-Gymnasiums Deggendorf (Bayern) seine Mitschüler für den Klimaschutz - und sammelte mit einem cleveren Konzept Spenden für Hilfsprojekte auf Haiti.

Fairplay für den Klimaschutz: Das Fair-Future-Team des Robert-Koch-Gymnasiums Deggendorf.

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Fair-Future-Projektjahr

Es war eine für Klimaschutz-Aktivitäten eher ungewöhnliche Fächerkombination: Ausgehend von den Leitfächern Religion, Geografie und Sport entwickelte und realisierte das Fair-Future-Projetteam des Deggendorfer Robert-Koch-Gymnasiums (Bayern) im Schuljahr 2012/2013 unterschiedlichste Aktivitäten zu den Themen Nachhaltigkeit und Solidarität. Die Projekte "CO2 hat (d)ein Gesicht" und "Wie fair ist Deggendorf?" befassten sich zusätzlich mit dem Klimaschutz und überzeugten die Wettbewerbsjury.

Wie fair ist Deggendorf?

Fair produzierte und gehandelte Produkte leisten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Klimaschutz, weil sie oder ihre Ausgangsstoffe meist aus ökologischem Anbau stammen. Und dieser weist in der Regel eine günstigere Klimabilanz auf, als die konventionelle Methode. Um diesen Ansatz stärker in die Stadtgesellschaft zu tragen und für Fairtrade-Produkte zu werben, untersuchten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des fächerübergreifenden Projektes "DEG-fair2013? Wie fair ist Deggendorf?" wo in Ihrer Kommune fair gehandelte Produkt angeboten werden.

Dazu besuchten Schüler der 5. Klasse als "Ladentester" verschiedene Läden und erfragten - mit offiziellem Ladentester-Ausweis der Schule ausgestattet - das Fairtrade-Angebot in Deggendorfs Innenstadt. Je nach Angebot wurden dann in Anlehnung an die Michelin-Sterne für Restaurants verschieden viele "Footprints" vergeben, eine Anspielung auf den ökologischen Fußabdruck der Produkte. Die Ergebnisse des Projektes fasste das Team in einem Fairtrade-Einkaufsführer zusammen und stellte ihn als Fairtrade-App ins Internet.

CO2 hat (d)ein Gesicht

Besonders beeindruckt war die Wettbewerbsjury vom Teilprojekt "CO2 hat (d)ein Gesicht!", bei dem sich insgesamt 120 Schülerinnen und Schüler drei Wochen freiwillig einer CO2-Diät unterzogen: Das Fahrrad ersetzte das Auto, statt mit dem Mama-Taxi ging's mit dem Bus in die Stadt. Auf einer eigens für das Projekt entwickelten und von einem Schüler programmierten Homepage konnten die Teilnehmer ihre klimafreundlich zurückgelegten Strecken eingeben. Daraus wurde dann automatisch das eingesparte CO2 errechnet.

Gleichzeitig konnte das Fair-Future-Team Unternehmen und Privatpersonen aus der Region für einen speziellen "Emissionshandel" gewinnen: Die Sponsoren wandelten die insgesamt 1,7 Tonnen eingespartes CO2 durch Geldspenden in über 3.000 Euro um! Im Gegenzug wurden sie auf der Projekthomepage aufgeführt, auf der Facebook-Projektseite gepostet und konnten sich auf der Fair-Future-Gala präsentieren.

Gala-Abend zum Abschluss

Höhepunkt und Abschluss des Projektjahres war die große Fair-Future-Gala in der Aula des Schulgebäudes, die vom Projektteam selbständig geplant, vorbereitet und durchgeführt wurde. Programmpunkte waren unter anderem eine Pantomimen-Show zum Thema Wegwerf-Gesellschaft und indirektem Energieverbrauch, ein spektakulärer Auftritt der Showturner des Gymnasiums sowie die Bekanntgabe der erfolgreichsten Teilnehmer des CO2-Spar-Projektes. Die gesammelten Spenden wurden für Hilfsprojekte auf Haiti eingesetzt – unter anderem zur Anschaffung von Solarkochern.

Kurzfilm