Gewinnerschule 2014:
Schillerschule Rheinfelden

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung

LeuchtFeuer – so lautet das Unterrichtskonzept der Schillerschule Rheinfelden (Baden-Württemberg), mit dem seit mehreren Jahren unterschiedlichste Aktivitäten zum Klimaschutz umgesetzt werden. "Hallo Pfiffikus", "Lern-Energietage" und "Energieparcours" sind dabei die wichtigsten Elemente. Das Besondere: Ältere Schüler arbeiten mit jüngeren, die Lehrer bleiben im Hintergrund.

Verbreiten das "LeuchtFeuer" an der Schillerschule Rheinfelden: Die Energielotsen der 9. Und 10. Klasse.
Verbreiten das "LeuchtFeuer" an der Schillerschule Rheinfelden: Die Energielotsen der 9. Und 10. Klasse.

LeuchtFeuer

In der Schillerschule Rheinfelden (Baden-Württemberg), einer Werkrealschule, werden alle Schüler nach einem im Schulcurriculum festgelegten Unterrichtskonzept altersstufengerecht mit den Themen Energiesparen und Klimaschutz vertraut gemacht. In den unteren Klassen werden die Schüler noch angeleitet und spielerisch an die Themen herangeführt, in den höheren Klassen übernehmen sie zunehmend selbst die aktive Rolle.

Lern-Energietage

Die Lern-Energietage sind Aktionstage, die von den Schülern der 9. und 10. Klasse, den so genannten Energielotsen, für die jeweiligen 5. Klassen vorbereitet und durchgeführt werden. Dazu entwickeln und bauen die älteren Schüler im Werkunterricht Experimentier- und Mitmachstationen zu Themen wie Fotovoltaik, Windenergie, Wasserkraft oder Wasserstoffantrieb. Am Aktionstag, der im Stadtzentrum Rheinfeldens stattfindet, "wandern" die Schüler der 5. Klassen dann von Station zu Station, experimentieren dort unter Anleitung der "Großen", erhalten Infos zum jeweiligen Thema und müssen anschließend entsprechende Fragen beantworten.

Zu den Aktionstagen sind auch Klassen anderer Schulen aus Rheinfelden eingeladen. 2013 arbeiteten 70 Energielotsen an 30 Stationen mit über 500 Teilnehmern. Höhepunkt und Abschluss der Lern-Energietage ist die Überreichung der Teilnahmeurkunden durch den Oberbürgermeister, der auch Schirmherr der Aktionstage ist. Je nach Ergebnis erhalten die jungen Schülerinnen und Schüler eine Auszeichnung als Energiemuffel, Energiefuchs oder Energiemeister.

Hallo Pfiffikus

Bei "Hallo Pfiffikus" unterrichten die Energielotsen der 9. und 10. Klasse Grundschüler anderer Schulen. Dazu entwickeln und bauen sie im Unterricht zunächst Lern- und Experimentierkästen, mit denen sich z. B. spielerisch die Funktionsweise einer Solarzelle erklären lässt. Parallel dazu erarbeiten sie sich Textvorlagen und überlegen sich passende Experimente. Zu Beginn des jeweils einstündigen "Hallo Pfiffikus"-Unterrichts geben die Energielotsen den Grundschülern dann eine allgemeine Einführung, anschließend wird in Kleingruppen gemeinsam experimentiert und geforscht.

Energie-Parcours

Der 2013 auf dem Schulgelände eröffnete Energie-Parcours besteht aus zehn fest installierten Stationen, an denen unter anderem die Nutzung erneuerbarer Energien erläutert wird. Jede Station besteht aus einem Anschauungs- oder Mitmachelement, sowie einer Tafel mit Erläuterungen, Fragen und Antworten.

Beim Energie-Parcours lobte die Wettbewerbsjury besonders die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. So wurden die Stationen gemeinsam mit dem Energieberater der Stadt Rheinfelden entwickelt und mit vielfältiger Unterstützung errichtet. Bei der Station "Windkraft" wurde das Windrad von einem Preisgeld gekauft und von Schülern der 9/10 Klasse zusammengebaut. Den Mast spendierte ein lokaler Energieversorger, den Fundamentbeton stiftete ein Tiefbauunternehmen und die Fundamentgrube wurde schließlich vom Bauhof der Kommune ausgehoben.

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