Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung Gewinnerschule 2014: Schule am Deich, Leer

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"Fräulein Smillas Gespür für Schnee" war als Buch und Film international erfolgreich. Die integrative Theater-AG der Schule am Deich in Leer (Niedersachsen) machte daraus das Theaterstück "Smillas Gespür für Eisbären" und näherte sich dem Thema Klimaschutz so von einer ungewöhnlichen Seite.

Daumen hoch für neue Wege im Klimaschutz: Die Theater-AG "Emma & Co." der Schule am Deich in Leer.

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Schultheater als Integrationsprojekt

Die Schule am Deich in Leer (Niedersachsen) ist eine Förderschule mit Schwerpunkt "körperliche und motorische Entwicklung". Seit 1998 besteht dort die integrative Theater-AG "Emma & Co.", in der Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam Theater spielen. Bei den Proben und Aufführungen lernen sie, miteinander umzugehen, Vorbehalte abzubauen, sich gegenseitig zu akzeptieren und zu respektieren. In jedem Schuljahr entwickelt die Theatergruppe ein Stück, das dann vor Publikum in der Schule aufgeführt wird.

Schultheater als Klimaschutz-Projekt

Eine besondere Entwicklung nahm das 2013 aufgeführte Stück "Smillas Gespür für Eisbären". Angelehnt an das Buch und den Film "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" entwickelte die Theater-AG neun Szenen, in denen das Mädchen Smilla im Grönland-Urlaub spannende Abenteuer erlebt - die Begegnung mit einem Eisbären inklusive!

Nachdem "Smillas Gespür für Eisbären" in sechs Vorstellungen vor insgesamt über 1.000 Zuschauern aufgeführt worden war, stand eigentlich die Vorbereitung eines neuen Stücks auf dem Plan. Im Rahmen des Smilla-Stücks waren die Schülerinnen und Schüler jedoch auf die Bedrohung der Arktis durch den Klimawandel aufmerksam geworden. Nach der Aufführung diskutierten sie deshalb, ob man das Stück in einigen Jahren noch so aufführen könnte wie 2013, oder ob dann zum Beispiel die Eisbären-Szenen entfallen müssten.

Schultheater als Zukunftsprojekt

Nach intensiven Diskussionen beschlossen die Akteure des Schülertheaters, auf die eigentlich geplante Theaterpause zu verzichten und stattdessen an "Smilla" weiterzuarbeiten. Unter dem Arbeitstitel "Smillas Gespür für Eisbären im Jahr 2050" recherchierten sie über die Auswirkungen des Klimawandels und überlegten, wie sie ihre Erkenntnisse in das Theaterstück einarbeiten könnten.

Da es zu aufwändig gewesen wäre das Stück völlig neu zu entwickeln, wurde entschieden, ausgewählte Szenen so umzuschreiben, dass sie im Jahr 2050 spielen könnten. Diese wurden dann geprobt, mit dem alten Bühnenbild neu eingespielt und gefilmt. Beide Versionen von "Smillas Gespür für Eisbären" sind auf der Homepage der Theater-AG veröffentlicht und zeigen, wie sich das Leben in der Arktis verändern wird, wenn der Klimawandel dort so stark voranschreitet, wie von Wissenschaftlern berechnet.

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