Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung Gewinnerschule 2015: Integrierte Gesamtschule Nordend, Frankfurt (Main)

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Eine Ausstellung zum Klimawandel, witzige Energiesparplakate, die Ausbildung von Energiewächtern und ein Sponsorenlauf für die Wiederaufforstung von Regenwald – das Schülerprojekt EnergIGS an der integrierten Gesamtschule Nordend in Frankfurt ist in unterschiedlichsten Bereichen für den Klimaschutz aktiv und hat ein großes Ziel: "IGS Nordend – unsere Schule wird CO2-neutral."

Arbeiten für eine CO2-freie Schule: Die EnergIGS der IGS Nordend in Frankfurt.

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EnergIGS

Seit 2010 sind an der Integrierten Gesamtschule Nordend (IGS) in Frankfurt (Main) Schülerinnen und Schüler beim Projekt EnergIGS für den Klimaschutz aktiv. Ihr Ziel: Die Schule soll möglichst bald CO2-neutral werden! Dazu entwickelten die EnergIGS, wie sich die Schüler selbst nennen, nach und nach unterschiedlichste Aktivitäten und kommen ihrem großen Ziel immer näher.

Plakataktionen, Energiespar-Schilder und Klima-Ausstellung

Den Auftakt der Energie- und Klimaschutz-Aktivitäten machten selbst entworfene Schilder, die Schüler und Lehrer auf witzige Weise zum Energiesparen motivieren sollen. Ob Stoßlüften, Treppe-statt-Aufzug, überall im Schulgebäude finden sich entsprechende Hinweise.

Zusätzlich entwarfen die EnergIGS Plakate mit Energiespartipps, die in allen Klassenzimmern aufgehängt wurden und auf die "Klassiker" des Energiesparens hinweisen: Stoßlüften, Türen schließen, Licht nur wenn nötig, nach dem Unterricht Heizung runterdrehen, etc. Ergänzend dazu gibt es von den EnergIGS einmal im Jahr für jede Klasse "Nachhilfeunterricht" in Sachen Klimaschutz, d. h. eine Information von Schülern durch Schüler.

Ihr Fachwissen behalten die EnergIGS aber nicht für sich. Um auch alle anderen Schüler über den Klimaschutz zu informieren, haben sie Themen-Plakate erstellt, die als Klimaschutz-Ausstellung in der Schulmensa zu finden sind.

50/50-Projekt, Sponsorenlauf und T.O.N.I. die Tonne

Die Aktivitäten der EnergIGS führten zu einem deutlichen Rückgang des Energieverbrauchs und damit des CO2-Austoßes der Schule. Allein 2014 konnten nicht nur 57 Tonnen CO2 eingespart werden, auch die Energiekosten der Schule sanken entsprechend. Die Hälfte dieser Einsparung bekommt die Schule im Rahmen eines 50/50-Projektes von der Stadt Frankfurt erstattet und investiert sie in weitere Energiesparmaßnahmen.

Da trotz aller Anstrengungen immer ein gewisser Energieverbrauch und somit CO2-Verbrauch vorhanden ist, haben sich die EnergIGS eine Strategie zur CO2-Kompensation überlegt: Anhand der Strom- und Wärmeverbrauchsdaten errechneten sie den CO2-Ausstoß ihrer Schule, sammelten mit einem Sponsorenlauf über 6.000 Euro und finanzierten damit die Pflanzung von 4.000 Bäumen in Costa Rica. Das Besondere an der Pflanzaktion: Es wurden für die Viehzucht gerodete Tropenwaldflächen wieder aufgeforstet.

Um die weitere Pflege der in Costa Rica gepflanzten Bäume zu finanzieren, ist in der Mensa eine besondere Spendendose aufgestellt: T.O.N.I. die Tonne, wobei T.O.N.I. für "Total Originelle Naturschutz Initiative" steht. In der Tonne werden Pfandflaschen gesammelt, durch das Pfand wiederum wird die dauerhafte Pflege der gepflanzten Bäumen ermöglicht.

Energie-Showroom und klimagerechte Ernährung

Das aktuelle Hauptprojekt der EnergIGS ist die Umgestaltung eines Klassenzimmers zu einem "Energieshowroom", in dem verschiedenste Maßnahmen zum Energiesparen in Gebäuden demonstriert werden können – von der Wärmedämmung über Energiesparfenster bis zu energieeffizienter Beleuchtung. Danach wollen sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema klimagerechte Ernährung widmen. Dafür haben sie sich in einem Workshop bereits entsprechendes Know-How angeeignet.