Gewinnerschule 2015:
Mädchengymnasium St. Dominikus Karlsruhe

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung

Seit 15 Jahren ist das Mädchengymnasium St. Dominikus in Karlsruhe in Sachen Klimaschutz aktiv. Ob Energiemanagerinnen und Energie & Umwelt AG, Energierallyes und Umwelttage oder Fotovoltaikanlage und bauliche Maßnahmen – das Thema Klimaschutz zieht sich wie ein roter Faden durch den Schulalltag.

Klimaschutz steht am Mädchengymnasium St. Dominikus Karlsruhe seit 15 Jahren hoch im Kurs. Im Bild: Die Energiemanagerinnen der Schule.
Klimaschutz steht am Mädchengymnasium St. Dominikus Karlsruhe seit 15 Jahren hoch im Kurs. Im Bild: Die Energiemanagerinnen der Schule.

15 Jahre und kein bisschen müde

Im Mädchengymnasium St. Dominikus in Karlsruhe stehen Umwelt- und Klimaschutz seit 15 Jahren auf der Prioritätenliste ganz oben. Seit 2004 ist die Schule nach dem weltweit anspruchsvollsten Öko-Audit-System für nachhaltiges Umweltmanagement zertifiziert und konnte die Auszeichnung 2007 und 2010 erfolgreich erneuern. Parallel zu diesem vorbildlichen Umweltengagement setzt die Schule zahlreiche Klimaschutz-Aktivitäten um.

Energiemanagerinnen und Energie & Umwelt AG

Bereits 1999 wurden in jeder Klasse Energiemanagerinnen ernannt, die sich um das Energiesparen im Schulalltag kümmern, indem sie zum Beispiel regelmäßig die Thermostatventile kontrollieren, die Raumtemperatur protokollieren oder in den Pausen stoßlüften. Eine AG Energie & Umwelt aus älteren Schülerinnen kümmert sich um die Energieverbrauchsdaten der Schule und hilft bei der Planung von Aktionen und Umwelttagen. Zusätzlich betreut sie die Energiemanagerinnen der Unterstufenklassen und führt in jedem Schuljahr eine Energierallye für die 6. Klassen durch.

In den 9. Klassen ist ein Umwelttag fester Bestandteil des Schuljahres. Die Schülerinnen beschäftigen sich dann mit dem Öko-Audit bzw. der Erfassung der entsprechenden Daten und besuchen den so genannten Energieberg der Stadt Karlsruhe, wo Führungen und Vorträge rund um das Thema erneuerbare Energien auf dem Programm stehen. Auch im regulären Unterricht sind erneuerbare Energien und Klimaschutz fester Bestandteil. Wo immer dies möglich ist, werden die Themen praxisnah und anschaulich behandelt, zum Beispiel mit Experimenten, dem Bau von Modellen oder der Gestaltung von Infoplakaten.

Klimaschutz am Gebäude und CO2-freie Klassenfahrten

Neben den auf Information und Verhaltensänderung abzielenden Klimaschutz-Aktivitäten setzte die Schule auch zahlreiche bauliche Maßnahmen um. So konnte durch den Einbau von Windfängen und neuer Fenster sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung viel Heizenergie gespart werden und die Stromrechnung reduzierte sich durch den Einbau von Bewegungsmeldern in den Toiletten, die Anschaffung energieeffizienter Geräte oder die Vermeidung von Standby-Verbrauch.

Die Wettbewerbsjury lobte besonders die Festlegung der Schule, Klassenfahrten grundsätzlich CO2-neutral durzuführen. Dies beinhaltet die Wahl möglichst klimafreundlicher Verkehrsmittel, die Buchung CO2-freier Bahnfahrten sowie die Kompensation trotzdem anfallender CO2-Emissionen.

Noch viel vor

Dass in Sachen Klimaschutz kein Stillstand einkehrt ist durch die regelmäßige Erneuerung des Öko-Audits sichergestellt. Dazu müssen jeweils neue Umweltziele formuliert werden. Die aktuell geplanten Vorhaben sind: Dämmung der obersten Geschossdecke des Schulgebäudes, Austausch der Fenster eines Nebengebäudes und Installation von LED-Beleuchtung. Die nächsten 15 Jahre Klimaschutz am Mädchengymnasium St. Dominikus haben begonnen.