Gewinnerschule 2019:
Robert-Havemann-Gymnasium Berlin

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung
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Vielfältiger Klimaschutz

Das Robert-Havemann-Gymnasium in Berlin ist seit dem Schuljahr 2012/13 im Klimaschutz aktiv und hat seitdem zahlreiche Unterrichtsprojekte umgesetzt. Die ca. 1.200 Schülerinnen und Schüler sind im Unterricht, in speziellen Kursen oder auch in freiwilligen Zusatzangeboten in die Klimaschutz-Aktivitäten eingebunden.

Erste Projekte befassten sich mit der Beleuchtung und Heizung des Schulgebäudes, wobei die Schüler jeweils Einsparmöglichkeiten ermittelten, die zum Großteil umgesetzt werden konnten. Eine Solar- und eine Windkraftanlage wurden ebenso errichtet, wie eine Solartankstelle, die Bestandteil eines Projektes zur Elektromobilität war. Auch die regelmäßige Ausbildung von Energiemanagern, die sich um das Energiesparen im Schulalltag kümmern, ist fester Bestandteil der Klimaschutz-Aktivitäten.

Klimaschutz-Tüftler

In der AG "Klimaschutz, Physik und Informatik" werden regelmäßig "Tüftler"-Projekte zum Klimaschutz und zum Energiesparen durchgeführt. So programmierten und bauten die Schüler unter anderem Nachführeinrichtungen für Solarmodule oder erfanden eine Messbox, die in Klassenräumen Temperatur und CO2-Gehalt misst. Die Gehäuse der Boxen entstanden im schuleigenen 3D-Drucker und inzwischen sind die Messgeräte über W-LAN zu einem selbständigen Messnetz verbunden, dessen Daten per Smartphone oder Zentralcomputer ausgewertet und zur Verbesserung der Heizungssteuerung verwendet werden.

Unter dem Projekttitel "Solar-Schul-Logo" entwickelte und baute der Oberstufenkurs "Energie und Umwelt im Experiment" eine Solar-Inselanlage: Ein Solarmodul lädt tagsüber eine Batterie auf, mit der nachts ein Schullogo beleuchtet wird, das gut sichtbar in einem Glasturm des Schulgebäudes angebracht ist – als weithin sichtbares Zeichen für die Nutzungsmöglichkeiten der Solarenergie.

Energieunterricht im Energiezentrum

Eine Besonderheit am Robert-Havemann-Gymnasium ist das Energiezentrum Pankow (benannt nach dem Stadtteil Pankow), das in den Werkstätten der ehemaligen Gesamtschule eingerichtet wurde. Dort werden für Schülergruppen aus ganz Berlin Unterrichtseinheiten zu erneuerbaren Energien angeboten, auch entsprechende Lehrerfortbildungen finden dort statt.

Auch die Ausbildung von Junior-Energieberatern findet im Energiezentrum Pankow statt. Diese führen an anderen Schulen oder öffentlichen Einrichtungen Energiesparberatung durch oder bilden in Partnerschulen des Stadtbezirks Schüler zu Energiemanagern aus. Auch bei einem jüngst gestarteten Internationale Kooperation mit Schulen in Griechenland und Polen wird das Energiezentrum eine wichtige Rolle spielen.