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Gewinnerschule 2020:
Gymnasium Antonianum Vechta

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung
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Fridays for Vechta?

Deutschlandweit haben die Fridays-for-Future-Demonstrationen die junge Generation für den Klimaschutz aktiviert. Auch am etwa 900 Schülerinnen und Schüler zählenden Gymnasium Antonianum im niedersächsischen Vechta wollte man sich entsprechend engagieren. Im Frühjahr 2019 kam eine Schülergruppe mit dem Vorschlag auf die Schulleitung zu, nicht nur im Rahmen von "Fridays-for-Future" für mehr Klimaschutz auf die Straße zu gehen, sondern auch direkt an der Schule etwas zu bewegen und selbst einen im Alltag spürbaren Beitrag zu leisten. Diese Idee fand bei der Vorstellung auf der Gesamtkonferenz vor dem Lehrerkollegium sowie Eltern- und Schülervertretern regen Zuspruch und so wurde die Durchführung von Projekttagen vor den Herbstferien 2019 beschlossen.

Von allen für alle

Im Gegensatz zum normalen Schulalltag konnten bei den Projekttagen sowohl Lehrer als auch Schüler und Eltern Projekte anbieten. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wurden Ideen sowie entsprechende Umsetzungskonzepte gesammelt und in der Schule veröffentlicht. Im September konnten alle Schülerinnen und Schüler mittels eines Online-Wahl-Verfahrens zwischen 23 von Lehrern, 13 von Schülern und vier von Eltern initiierten Projekten wählen - und am 1. und 2. Oktober standen dann ausschließlich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf dem Stundenplan.

Aktionen, Workshops und eine Online-Zeitung

Workshops zu klimafreundlicher Ernährung und Mobilität standen ebenso auf dem Programm der Projekttage, wie Unterrichtseinheiten zu erneuerbaren Energien oder der Bedeutung des Regenwaldes für das Weltklima. Auch die ökonomischen Aspekte des Klimaschutzes oder die Potentiale und Probleme von Batterie- und Wasserstofftechnologie im Mobilitätssektor waren Thema. Bei Baumpflanzaktionen, einer Kleidertausch- und einer Bücherbörse konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, auch eine Exkursion zu einer Biogasanlage war im Angebot.

Eine Schülergruppe dokumentierte die Projekttage in einer Online-Zeitung. Dazu besuchte sie alle Projekte und machte Fotos von der Arbeit sowie den Ergebnissen. Aus diesen Fotos und einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Projekte entstand schließlich eine 80-seitige Zeitung, die auf der Schul-Homepage veröffentlicht, per E-Mail versandt und über die sozialen Medien beworben wurde.

… for Future

Neben vielen Erkenntnissen und Ergebnissen ein sehr erfreuliches Ergebnis: inzwischen hat sich eine Schüler-Eltern-Lehrer-AG gegründet, die konkrete Klimaschutz-Projekte umsetzen möchte.