Gärten der Weltreligionen in Osnabrück

In Zeiten, in denen das Trennende der Religionen betont und im Fremden meist nur das Bedrohliche gesehen wird, bemüht sich ein Gymnasium in Osnabrück um den interkulturellen Brückenschlag: Die Innenhöfe des Schulgebäudes wurden zu Orten des religiösen und kulturellen Dialogs umgestaltet. 

"In der Wüste"

Die Anschläge des 11. September 2001 gaben für Schüler und Lehrer des Gymnasiums „In der Wüste“ (der Name bezieht sich auf den Osnabrücker Stadtteil Wüste) den Anstoß, zu überlegen, wie der abgerissene Dialog zwischen dem Westen und der Islamischen Welt neu belebt werden kann. Auf der Suche nach Möglichkeiten, das Trennende zwischen den Kulturen zu überwinden und sich auf Gemeinsames zu besinnen entdeckten sie, dass der Garten als eines der universalen Elemente Christen wie Juden und auch Moslems als Symbol für das Paradies gilt.

Gärten der Hoffnung

Vor diesem Hintergrund entstand das Konzept, die drei sanierungsbedürftigen Innenhöfe des Gymnasiums als „Gärten der Weltreligionen“ zu gestalten. Neben einem Paradiesgarten, der die jüdisch-christliche Glaubenstradition veranschaulicht, und einem als Schau- und Meditationsraum gestalteten Asiatischen Garten repräsentiert ein Islamischer Garten die muslimische Gartenkultur.

Die Gärten werden in Unterrichtsprojekte einbezogen und dienen auf diese Weise sowohl der Förderung religiöser und kultureller Toleranz als auch sozialer und ökologischer Verantwortung. Darüber hinaus stehen die neu gestalteten Innenhöfe auch anderen Schulen und Gruppen offen.

Projekt

Die Allianz Umweltstiftung unterstützte das Gymnasium bei der Errichtung des Islamischen Gartens und ergänzte auf diese Weise ihr mit der Errichtung des Islamischen Gartens im Berliner Erholungspark Marzahn begonnenes Engagement zum besseren Verständnis anderer Kulturen.

Projektpartner

  • Förderverein Gymnasium „In der Wüste“ e. V.
  • Büro Grünkontakt, Osnabrück (Bauleitung)..

Ort

Gymnasium "In der Wüste", Kromschröderstraße 33, 49080 Osnabrück.

Status

Abgeschlossen.