Benediktbeurer Gespräche 2016

Laudato si, die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus – rasch gelesen, geschwind kommentiert, schnell vergessen?

Die 20. Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung fanden am 28. und 29. April 2016 statt. Das Thema lautete: "Laudato si, die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus – rasch gelesen, geschwind kommentiert, schnell vergessen?"

Umwelt-Enzyklika des Papstes
 
Die 20. Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung fanden am 28. und 29. April 2016 statt. Zum Thema "Laudato si, die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus – rasch gelesen, geschwind kommentiert, schnell vergessen?" referierten und diskutierten:
 
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung
  • Dr. Gregor Maria Hanke, Diözesanbischof des Bistums Eichstätt
  • Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe
  • Prof. Dr. Joachim Fetzer, Mitglied des Vorstands des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik
  • Moderation: Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung

News-Meldung

Einen kurzen Einblick in die Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung 2016 erhalten Sie in der News-Meldung "Am Ende bleibt das Wort".

Dokumentation

Alle Vorträge und Diskussionsbeiträge der Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung 2016 sind nun in einer reich bebilderten, 90-seitigen Broschüre publiziert. Die Broschüre kann kostenlos bei der Stiftung angefordert werden.

Hier finden Sie die Broschüre zum Download:

Die Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung fanden am 28.und 29. April 2016 im Zentrum für Umwelt und Kultur im Kloster Benediktbeuern bereits zum 20. Mal statt.
Pater Reinhard Gesing, Direktor der Salesianer Don Boscos des Klosters Benediktbeuern begrüßte zu Beginn der abendlichen Festveranstaltung am 28. April 2016 über 350 Gäste ...
... im bis zum letzten Platz belegten Allianz Saal des Klosters Benediktbeuern.
Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, dankte in seiner Begrüßung dem Zentrum für Umwelt und Kultur für die nunmehr 20-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschte dem ZUK im Rahmen eines Jubiläumsgeschenkes auch künftig viel ZUK-Kraft!
Mit einem humorvollen und unterhaltsamen Rückblick auf Bonmots und Anekdoten aus den vergangenen 20 Jahren der Benediktbeurer Gespräche erzeugt Dr. Lutz Spandau …
... mitunter viel Heiterkeit unter den Gästen.
Die Musikgruppe "Auto di Takt" begeisterte anschließend mit einem spektakulären Recycling-Konzert: Mit Eigenbau-Instrumenten vom Auspuff bis zum Zapfhahn präsentierten die drei Musiker aberwitzige Interpretationen von bekannten Songs aus der Musikgeschichte.
"Laudato si, die Umweltenzyklika von Papst Franziskus – rasch gelesen, geschwind kommentiert, schnell vergessen?" – am 29. April 2016 begrüßte Pater Karl Geißinger, Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur Benediktbeuern, zum 20. Symposium der Allianz Umweltstiftung.
Dr. Klaus Wehmeier, Vorsitzender des Kuratoriums der Allianz Umweltstiftung, wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass das Thema des diesjährigen Symposiums im Zusammenhang mit dem 20. Jubiläum der Benediktbeurer Gespräche stehe. Dieses Jubiläum sei durchaus ein Anlass, sich mit globalen Herausforderungen und der gemeinsamen Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung aller Menschen zu befassen.
In seiner Einführung stellte Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, die Frage, ob die Enzyklika des Papstes Laudato Si lediglich ein weiterer Beitrag zur Lust am Weltuntergang oder eine aufrüttelnde Mahnung zur gemeinsamen Übernahme von Verantwortung für diese eine Welt sei – die Natur könne nicht grenzenlos genutzt werden.
Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB aus dem Bistum Eichstätt versteht die Enzyklika von Papst Franziskus als Weckruf zu einem universellen Dialog über die Zukunft unseres Planeten. Christen sollten Verwalter der Erde sein, die einen nachhaltigen Lebensstil führen und vorleben.
Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, sieht in der Klimaveränderung eine entscheidende Ursache für die weltweite Armut. Sie stellte fest, dass wir die erste Generation seien, die den Hunger auf der Welt besiegen – aber auch die letzte, die die Umweltprobleme noch lösen kann.
Prof. Dr. Joachim Fetzer, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Netzwerkes Wirtschaftsethik, stand für die Ethik des Kapitalismus ein und charakterisierte die Enzyklika als einseitige Aufforderung an die entwickelten OECD-Länder, die Ausplünderung der Welt zu beenden. Unternehmen sollten aber nicht nur die Regeln im globalen Wettbewerb festlegen, sondern auch bereit sein, über diese zu diskutieren.
Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung, war einer der wesentlichen Berater des Papstes bei der Entstehung der Enzyklika Laudato Si. Als einer der weltweit renommiertesten Klimaforscher sieht er unseren Planeten wenige Jahrzehnte vor dem Klimatod. Auch der katholischen Kirche sei bewusst, dass das Raumschiff Erde gefährdet und der Schutz der Umwelt essentiell für deren Fortbestand sei.
Die Referenten (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joachim Schellnhuber, Dr. Klaus Wehmeier, Bärbel Dieckmann, Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB, Prof. Dr. Joachim Fetzer, Dr. Lutz Spandau.
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde das Thema des Symposiums „Laudato Si, die Umweltenzyklika von Papst Franziskus – rasch gelesen, geschwind kommentiert, schnell vergessen?“ nochmals angeregt diskutiert und vertieft.
Die Enzyklika "Laudati Si" erfreute sich im Anschluss an das Symposium großer Nachfrage.
Auch im nächsten Jahr werden die Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung wieder stattfinden: Als Termin wurde der 4. und 5. Mai 2017 festgelegt.
2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1998 1997