Benediktbeurer Gespräche 2019

» In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare. « (Aristoteles) – Warum mangelt es dem Naturschutz an gesellschaftlicher Anerkennung?
Zukunft des Naturschutzes
 
Am 2. und 3. Mai 2019 fanden die 23. Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung statt. Über das Thema "» In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare (Aristoteles) « - Warum mangelt es dem Naturschutz an gesellschaftlicher Anerkennung?" referierten und diskutierten:
 
  • Ursula Heinen-Esser; Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Dr. Christof Schenck; Geschäftsführer Zoologische Gesellschaft Frankfurt
  • Senator e. h. Claus-Peter Hutter; Präsident der Stiftung NatureLife International, Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg
  • Hannes Jaenicke; Schauspieler und Umweltaktivist

News-Meldung

Einen kurzen Einblick in die Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung 2019 erhalten Sie in der News-Meldung "Natur ohne Schutz?"

Dokumentation

Alle Vorträge und Diskussionsbeiträge der Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung 2019 sind in einer reich bebilderten, 108-seitigen Broschüre publiziert. Die Broschüre kann kostenlos bei der Stiftung angefordert werden.

Hier finden Sie die Broschüre zum Download:

Foto Schmetterling: Bernd Wolter - stock.adobe.com
Die 23. Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung fanden am 2. und 3. Mai 2019 im Zentrum für Umwelt und Kultur des Klosters Benediktbeuern statt.
Zu Beginn der abendlichen Festveranstaltung am 2. Mai 2019 begrüßte Pater Clemens Schliermann für die Salesianer Don Boscos des Klosters Benediktbeuern wieder mehr als 350 Gäste ...
... im voll belegten Allianz Saal des Klosters Benediktbeuern.
Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, dankte in seiner Begrüßung dem Zentrum für Umwelt und Kultur für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit …
… und überreichte dem  Rektor des Zentrum für Umwelt und Kultur, Pater Karl Geißinger, als schon traditionelles Gastgeschenk passend zum diesjährigen Thema "Naturschutz" einen Korb mit Blütenwiesen-Samentütchen. 
Im Rahmen der festlichen Abendveranstaltung wurde der Film "Hannes Jaenicke – Im Einsatz für Geparden" gezeigt. Im Anschluss daran diskutierten Dr. Spandau und Hannes Jaenicke über den Film sowie den Einsatz des Schauspielers und Umweltaktivisten für den Natur- und Artenschutz.
Die Musikgruppe "Oansno" begeisterte anschließend mit einer mitreißenden Mischung aus Reggae, Balkan und Techno: Die vier Münchner Musiker sind Grenzgänger zwischen Volksmusik und Partyszene ...
... die Gäste hielt es bei der schwungvollen Darbietung kaum auf den Sitzen.
"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare (Aristoteles) – warum mangelt es dem Naturschutz an gesellschaftlicher Anerkennung?" – am 3. Mai 2019 begrüßte Pater Karl Geißinger, Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur Benediktbeuern, zum 23. Symposium der Allianz Umweltstiftung.
Dr. Klaus Wehmeier, Vorsitzender des Kuratoriums der Allianz Umweltstiftung, wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass die Vielfalt des Lebens massiv bedroht sei – die Insektenbestände sowie zahlreiche Tier- und Pflanzenarten reduzierten sich drastisch, wichtige Lebensräume seien in den letzten Jahren vernichtet worden. Deshalb sei es so wichtig, dem Naturschutz in unserer Gesellschaft konsequent mehr Bedeutung zu verleihen.
In seiner Einführung stellte Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, provozierende Fragen: "Übertreiben wir es mit dem Naturschutz?", "Ist es wirklich nötig, die Bienen zu retten?", "Wie gefährlich ist der Wolf für den Menschen?", "Gefährdet zu viel Naturschutz am Ende die Landwirtschaft?" – wichtige Themen die dringend diskutiert werden müssen.
Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, führte aus, dass - um den Herausforderungen des Naturschutzes gerecht zu werden - eine mutige Politik benötigt werde. Dass dieser Mut auch belohnt werde, zeige das erfolgreiche Volksbegehren in Bayern.
Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, wies darauf hin, dass nach den neuesten internationalen Studien 1 Million Arten vom Aussterben bedroht seien. Er fordert ein konsequentes Handeln jedes Einzelnen bei seinem Konsumverhalten sowie mehr Schutzgebiete und deren nachhaltige Erhaltung von Staat und Politik.
Senator e.h. Claus-Peter Hutter, Präsident der Stiftung NatureLife International und Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, stellte die Frage in den Mittelpunkt, wie der besorgniserregenden Wissenserosion bei Natur- und Umwelthemen begegnet werden könnte. Er fordert mehr Bildungsempathie für Jugendliche und Erwachsene.
Hannes Jaenicke, Schauspieler und Umweltaktivist, erläuterte in einem Gespräch mit Dr. Spandau seine Entwicklung zum Umweltaktivisten. Er stellte fest, dass die Politik aus seiner Sicht katastrophale Fehler gemacht hätte und das leider bis heute tue. Mit seinen Filmen und Aktionen wolle er deshalb u.a. die Politik zum Handeln und zu entsprechenden Gesetzesänderungen bringen.
Dr. Norbert Schäffer, 1. Vorsitzender des Landesbund für Vogelschutz, stellte fest, dass mit dem Volksbegehren in Bayern die Notbremse gezogen sei: für das Volksbegehren wurde in allen Landkreisen und Städten Bayerns die 10 % Hürde genommen – ein deutliches Zeichen, das die Menschen mehr Natur- und Artenschutz forderten.
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde das Thema des Symposiums "In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare (Aristoteles) – warum mangelt es dem Naturschutz an gesellschaftlicher Anerkennung?" von den Referenten mit aktiver Teilnahme der Gäste angeregt diskutiert und vertieft.

Im nächsten Jahr werden die Benediktbeurer Gespräche der Allianz Umweltstiftung am 29. und 30. April stattfinden.

 

Alle Fotos: Gabi Hartmann.

2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1998 1997